Baden & Württemberg

Frische Backwaren locken Kunden an

Lörracher Brotmarkt ungewöhnlich gut besucht / Zufriedene Gesichter bei Bäckern


Lörrach (ag). Sonniges Herbstwetter, kauffreudige Kunden und gut gelaunte Bäcker, ganz ein Brotmarkt, wie man sich ihn wünscht. Fünf Stunden spazierten die Kunden nicht nur über die Lörracher Marktplatz, sie deckten sich auch mit frischen und gut duftenden Backwaren ein. Der 18. Lörracher Brotmarkt war ein voller Erfolg, worüber sich Obermeister Fritz Trefzger jr. und seine Innungskollegen freuten.

Auf die Volljährigkeit, die man fast zur gleichen Zeit mit den Freiburger Bäckerkollegen feiern könne, wies Trefzger bei der Eröffnung des Marktes hin, zu der sich schon am frühen Morgen zahlreiche Marktbesucher und Ehrengäste eingefunden hatten. Besonders begrüßte Trefzger seinen Obermeisterkollegen Martin Magnus aus Müllheim, die Vertreter der Gewerbeschule Lörrach, der Innungskrankenkasse (IKK) und des Bäckerfachvereins. Schon an den gesprochenen Dialekten waren die Besucher aus Basel und dem Oberelsass zu erkennen.

Trefzger nutzte die Gelegenheit, den tieferen Sinn der Brotmärkte anzusprechen. Von ihnen gehe eine Emotion zur Qualität aus, was oft nicht ausreichend erkannt werde. „Stimmt die Qualität, dann stimmt der Preis“. So einfach sei das, meinte der Lörracher Obermeister und er sprach aus Erfahrung. „Die Bäcker wollen auf dem Brotmarkt nicht nur verkaufen“, sagte Trefzger, sie sehen in dieser öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung auch eine kulturelle und ebenso soziale Aufgabe. So würden Backwaren auch bei diesem Brotmarkt wieder an eine soziale Einrichtung gespendet. Damit schaffe man sich Freunde.

Als sich im Laufe des Vormittags der Marktplatz immer mehr mit Besuchern füllte, die ihn meist mit Tüten und vollen Einkaufstaschen wieder verließen, freute sich auch Bäckermeister Heiner Rexrodt, der den Markt hauptsächlich vorbereitet hatte. Der Einsatz der Bäcker würde sich lohnen. Bewusst hätten die Betriebe auch Auszubildenden die Gelegenheit gegeben, die einmal ganz andere Verkaufsatmosphäre kennen zu lernen und es hat ihnen Spaß gemacht, wie man selbst an den in herbstlichen Farben geschmückten Ständen feststellen konnte.

Doch noch auf einen ganz anderen Aspekt wies Heiner Rexrodt hin. Die Teilnahme am Brotmarkt baue, sofern es überhaupt noch vorhanden ist, falsches Konkurrenzdenken unter den Bäckern ab. Jeder habe sein eigenes Angebot, seine Vielfalt, seine Qualität und eine besondere Spezialität. Die Kunden hätten dafür ein feines Gespür. Damit ergänze sich das gelungene Marktkonzept und präsentiere die Bäcker als Team.


Artikel vom 05.11.2007
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