Regional

Fortbildungs-Kooperation mit der Volkshochschule

Pilotprojekt für Verkaufspersonal auf der Versammlung der Innung Vogelsbergkreis vorgestellt


Eudorf (dtp). Bei der Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Vogelsbergkreis teilte Obermeister Michael Karl mit, es werden derzeit 23 Bäcker- und 22 Verkaufslehrlinge in den Betrieben ausgebildet. Der Bestand der Bäcker-Berufsschule sei weiter fraglich, neue Überprüfungen dazu seien für 2009 vorgesehen. Die Verkaufslehrlinge werden bereits in Fulda oder Gießen geprüft weil die Zahl der Kanditaten zu gering sei. Er empfahl, sich verstärkt an der Qualitätsprüfung des ZV zu beteiligen. Sie brächten breite Wirkung für die handwerklichen Bäcker und seien ohnehin ein gutes Mittel, sich von Brotindustrie und Discountern abzuheben.

Die im September 2007 gestartete Kooperation der Innung mit Volkshochschule (VHS) und Max-Eyth-Schule zur Weiterbildung von Verkaufskräften habe sich als sehr wirkungsvoll erwiesen. Die sei ein bundesweites Pilotprojekt, um landesweite Fortbildung lebensbegleitend zu gewährleisten. Aus-, Fort- und Weiterbildung seien inzwischen als überlebenswichtig erkannt worden. Auch ein Verbund mit Berufs-Fachschulen sei denkbar.

Dazu erläuterte Fachlehrer Dirk Neumann, am ersten Modul von vieren haben sich 27 Personen aus neun Betrieben beteiligt. Unterrichtet und besprochen wurden in 16 Stunden die Bereiche Berufsbild im Verkauf, Grundlagen des Verkauf und es gab Angaben zu ernährungsbedingten Krankheiten. Nur drei der teilnehmenden Personen seien „gelernte Kräfte“ gewesen, alle anderen so genannte Seiteneinsteiger, die sich haben weiterbilden wollen. Die meisten wollten weiter machen, also an den folgenden Modulen teilnehmen.

Das zweite Modul sei in diesem Jahr vorgesehen und in Vorbereitung. Themen seien Waren- und Fachkunde, Gestaltung einer Aktionswoche, Werbung und Marketing. Termin sei voraussichtlich Ende April bis Anfang Juni und zwar an je einem Tag pro Woche. Danach sollen Modul drei und vier folgen. Sofern die Kooperation Erfolg zeige, solle sie nach Ende des vierten Modul wiederholt werden. Die Kosten für die Teilnahme an dieser Weiterbildung belaufen sich auf 68 Euro je Modul und Teilnehmer.

OM Karl sagte, nach dem Erfolg im letzten Jahr sollte auch in diesem Jahr im September ein „Salzekuchen-Fest“ durchgeführt werden, um die Öffentlichkeit auf die handwerklichen Bäcker aufmerksam zu machen. Salzekuchen ist eine pikante regionale Spezialität, ursprünglich für arme Leute gedacht. Kartoffelteig mit Zwiebeln und Eier werden hier auf Brotteig gebracht und abgebacken.


Artikel vom 28.04.2008
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