Sachsen

Familienbetrieb macht die 120 Jahre voll

Bäckerei Hofmann setzt traditionell auf handwerkliche Qualitätsproduktion


Panitzsch (ad). Einige Kilometer nördlich von Leipzig liegt das Dorf Panitzsch. In der dortigen Bäckerei Hofmann gab es vor wenigen Tagen ein Jubiläum. Am 7. Juli bestand der Handwerksbetrieb seit exakt 120 Jahren. „Groß gefeiert wird dieses Datum aber nicht“, sagte Bäckermeister Gerald Hofmann, Urenkel des Betriebsgründers Otto Ernst Hofmann, bereits im Vorfeld des Firmengeburtstages. „Damit wollen wir bis zum 125-jährigen Bestehen warten, das ist dann ein wirklich rundes Jubiläum.“

Dabei ist der Familienbetrieb streng genommen sogar noch älter als „nur“ 120 Jahre. Otto Ernst Hofmann hat seine Panitzscher Bäckerei zwar 1885 eröffnet, war damals aber kein Neuling am Backofen. „Vorher hatte er in Leipzig-Lindenau schon eine Bäckerei“, weiß Gerald Hofmann. „Allerdings geriet er in den Strudel einer Bankenpleite und verlor sein Geschäft.“ Den Neustart schaffte der Urahn dank familiärer Hilfe und von Krediten, die ihm die Sparkasse der nahen Kleinstadt Taucha und die Eilenburger Mühle einräumten.

Der Panitzscher Familienbetrieb präsentiert sich heute als kleine, aber modern eingerichtete und wettbewerbsfähige Bäckerei, die ihre Kunden vor allem mit bester handwerklicher Qualität und Vielfalt bis hin zum Konditoreiangebot überzeugt. Bekannt ist die Bäckerei Hofmann nicht zuletzt für ihr umfangreiches Brotsortiment, für das bei den Brotprüfungen auf Innungsebene mit schöner Regelmäßigkeit Bestnoten verteilt werden. Angeboten werden die Produkte aus der eigenen Backstube im Panitzscher Ladengeschäft, in einer Filiale in Taucha und von einem Verkaufswagen aus, der in Leipzig seinen Standplatz hat.

Der Bäckerei Hofmann gehören zurzeit 16 Mitarbeiter an, acht davon arbeiten in der Backstube. „Gerade in der Produktion setzen wir auf Gesellen und Meister, die schon länger im Betrieb sind“, betont Hofmann. Im August wird zudem ein Lehrling seine Ausbildung beginnen.

Doch Gerald Hofmann kümmert sich nicht nur um seinen eigenen Betrieb. Als stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung Leipzig ist er im Ehrenamt aktiv und engagiert sich für die Belange seines Berufsstandes auch auf Landesebene.


Artikel vom 13.07.2005
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