Regional
Fairer Wettbewerb gefragt
Handwerkskammer Saarland auf solidem Fundament
SaarlandSaarbrücken (gwe). „Damit das Handwerk weiterhin stabil und nachhaltig wachsen kann, müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen!“, forderte der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), Hans-Alois Kirf, auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Geschäftsberichts 2008 und des Forderungspapiers zur Landtagswahl. Dabei sieht er dringend Handlungsbedarf im Hinblick auf die Finanzierungsbedingungen, einen fairen Wettbewerb und die Schulpolitik. Es verstehe sich eigentlich von selbst, dass gerade in konjunkturschwachen Zeiten die Liquiditätslage der Betriebe nicht verschlechtert werden dürfe. Leider sei das Gegenteil der Fall. Zahlungsrückstände von durchschnittlich 20 Prozent seien keine Seltenheit. Daraus ergeben sich Zinslasten von geschätzten 110 Mio. Euro, wodurch jeder Handwerksbetrieb durchschnittlich mit 10.000Euro belastet sei. Hier gelte es unter anderem, die Rechtsstellung der Handwerker zu verbessern. Darüber hinaus appellierte er an die Kunden, zügig zu zahlen.
Für das Land mahnte er an, die Risikotragfähigkeit der Bürgschaftsbank zu verbessern, wie dies durch den Bund angeboten wurde. Kirf begrüßte, dass den Betrieben mit bis zu 500.000 Euro Umsatz rückwirkend zum 1. Januar die Ist-Besteuerung ermöglicht werde. „Denn die bisherige Vorkasse an den Staat hat viele Unternehmen in der Vergangenheit finanziell stark belastet.“
Im Hinblick auf den fairen Wettbewerb sieht er vor allem Handlungsbedarf in der Bekämpfung der Schwarzarbeit, die den Betrieben gerade in der Rezession zusehends zu schaffen mache.
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