Nordrhein-Westfalen
Event des Nachwuchses
Große Freisprechungsfeier in Remscheid

Ehrung des Berufsnachwuchses im Theatersaal der Stadt Remscheid. Insgesamt zwei Bäckergesellen und drei Fachverkäuferinnen im Bäckerhandwerk freuten sich über ihren erfolgreichen Lehrabschluss. Foto: Heck
Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann zeigte sich stolz auf den Berufsnachwuchs, der nunmehr „die erste Etappe auf dem Königsweg zum Meisterbrief“ erreicht habe.
Unter ihnen auch zwei Bäckergesellen und drei Bäckerei-Fachverkäuferinnen. Dass aus dem Grundstein für den gewählten Beruf mit der Gesellenprüfung nunmehr eine feste Mauer geworden sei, bekräftigte Oberbürgermeisterin Beate Wilding.
Sie rief den Gesellen aber auch ins Gedächtnis, dass die Leistungen im Handwerk gnadenlos und Tag für Tag aufs Neue von den Kunden auf den Prüfstand gestellt würden. Damit werde eine kontinuierliche Weiterbildung und Qualifikation für jeden zur Pflicht. „Den Stand Ihrer Leistung erfahren Sie nun vom Kunden direkt“, sagte sie.
Siegfried Schrempf, Vizepräsident der Handwerkskammer pflichtete dem bei. Er lobte die Feier als „Event des Berufsnachwuchses, der in NRW seinesgleichen sucht“. Die Absolventen hätten an diesem Tag den Platz, der ihnen gebühre – mitten auf der Bühne. Das Handwerk zeichne sich traditionell auch durch seinen unmittelbaren Kontakt der Meister mit den Auszubildenden aus, aber auch durch seine Kultur der Anerkennung zum Abschluss der Lehre, wie sie in diesem Festakt zum Ausdruck komme. Der Gesellenbrief stelle zwar keinen Garant für einen festen Job mehr dar, aber einen riesigen Vorteil im Vergleich zu anderen Ausbildungsabschlüssen. Mit Blick auf den Meisterbrief als nächste Etappe sagte er: „Wer kann, der darf jetzt – nur zu!“
Christa Thoben beglückwünschte die 125 Gesellen auch im Namen des Ministerpräsidenten. Auch sie lobte die Weitergabe des Wissens von Mensch zu Mensch, wie es im Handwerk nach wie vor der Fall sei.
Mehr noch: Es werde nicht nur Wissen rund um den Beruf vermittelt. Bei der Ausbildung im Handwerk erlebe der Lehrling auch den direkten Umgang mit Sozialstrukturen, wie dies bei einer rein schulischen Ausbildung nicht der Fall sei. Diese Schritte zur persönlichen Reife vermittle eben nur das Handwerk.
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