Niedersachsen
Es folgt die Bewährung am Arbeitsmarkt
Freisprechungsfeier der Bäckerinnung Hannover für 42 neue Nachwuchskräfte

Lehrlingswart Heinrich Wolkenhauer (rechts) mit den jüngsten Bäckernachwuchs bei der Freisprechungsfeier der Bäckerinnung Hannover.
Gute Zensuren wiesen ferner die Bäckergesellen Jan-Hendrik Diekhaus (Bäckerei Friedrich Göing, Hannover), Birgit Häckermann (Backwerk Demeter-Bäckerei Christian Lecht, Hannover) und Daniel Orlamünde (Bäckerei Klaus Borchers, Hannover) aus.
Zu dieser feierlichen Freisprechungsfeier im Großen Saal der Handwerkskammer Hannover begrüßte der Obermeister die jungen Fachkräfte als Hauptpersonen. Sein Willkommen galt ferner Kammerpräsident Walter Heitmüller mit Dr. Carl-Michael Vogt, Oberstudiendirektorin Babara Weichhold und ihrem Kollegium der BBS 2, Wilhelm Hundertmark als Leiter der Bäckerfachschule Hannover, Altgeselle Michael Hohlfeldt und IKK-Geschäftsführer Thomas Jutsch.
„Die heutige Jugend ist verdorben. Ihr wird es nicht gelingen, unsere Kultur zu erhalten”, zitierte Borchers Aufzeichungen einer dreitausend Jahre alten babylonischen Tontafel. Damit machte er den Generationenkonflikt deutlich. Die heutige Jugend sei besser als ihr Ruf. Ihnen sagte der Obermeister, dass sie sich nunmehr in einem enger gewordenen Arbeitsmarkt zu bewähren haben. Da dürfte eine Nutzung der bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten angemessen sein. Natürlich sollten die jungen Leute ihre eigenen Wege gehen. Einige Wegweiser zur besseren Orientierung könnten dabei allerdings nicht schaden.
„Heute ist ein Tag des Erfolges” unterstrich Kammerpräsident Heitmüller. „Seien Sie nicht nur gute Handwerker, sondern auch eben solche Staatsbürger” wünschte sich der Redner. Auf die unterschiedlichen Prüfungsergebnisse machte Lehrlingswart Heinrich Wolkenhauer aufmerksam. Von den dreißig zur Prüfung angetretenen Verkäuferinnen erreichten sechs ihr gestecktes Ziel nicht. Bei den vierundzwanzig angehenden Bäckergesellen versagten leider ebenfalls sechs. Allerdings zeigten 72 Prozent der Bäckerlehrlinge „befriedigende und bessere Noten”. Diese Quote lag bei den Verkäuferinnen nur bei 50 Prozent.
„Wer beizeiten lernt, spart sich viel Stress” sagte Fachlehrerin Christine Krüske. Die Berufsschule habe ihren Schülerinnen und Schülern auf die Gleise geholfen für den Erwerb der nötigen Fachkompetenz. Die Klassen erhielten erstmals Unterricht in der englischen Sprache, speziell für die Produkte der Backbranche.
Schließlich gratulierte Fachvereinsvorsitzender Michael Hohlfeldt den jungen Fachleuten zur bestandenen Prüfung. „Nur wer sich weiter bildet, besitze Chancen am Arbeitsmarkt. Investieren Sie in die Zukunft und werden Sie Mitglied beim Bäckerfachverein Hannover”, forderte Hohlfeldt die jungen Nachwuchskräfte auf.
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