Sachsen

Erfolgreiche Rundfunkaktion geht weiter

Obermeistertagung in Sachsen: Die Bäckerglückswochen kommen gut an


Dresden (ad). Zu den thematischen Schwerpunkten der Obermeistertagung des Landesinnungsverbandes Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen zählten die „Bäckerglückswochen“, eine seit Jahren erfolgreiche Medienpartnerschaft mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (mdr). Dank dieser Aktion hatte das sächsische Bäckerhandwerk im September 20 Tage lang die Möglichkeit, sich im Programm des führenden sächsischen Radioprogrammes mdr1 zu präsentieren und so landesweit für sich zu werben.

Rolf Garmhausen, von Seiten des mdr für die Organisation der Bäckerglückswochen zuständig, zog eine sehr positive Bilanz der Veranstaltung. „Wir haben die Aktion eine Woche vor Beginn intensiv beworben, vom 4. bis 29. September lief das Programm“, fasste Garmhausen zusammen. Mit live-Übertragungen aus 20 ausgewählten Innungsbetrieben wurde das Bäckerhandwerk in den Mittelpunkt des Hörerinteresses gerückt, mit Gewinnspielen die Hörer zum Mitmachen animiert. „Wir sind sehr glücklich über die Aktion, wie haben eine Qualität erreicht, die sich sehen lassen kann“, sagte Garmhausen. Zum Erfolg hätten nicht nur die Auftritte von Stars wie Claudia Jung und Frank Schöbel in einzelnen Bäckereien beigetragen sondern auch die originellen Ideen der Betriebe vor Ort. Erstmalig präsentierte Garmhausen den sächsischen Bäckern auch eine äußerst detaillierte Auswertung der Resonanz, die die Bäckerglückswochen bei den mdr-Hörern hervorrief. Dank einer neuen Telefonanlage konnten die Anrufe der Hörer beim Gewinnspiel exakt analysiert werden. Insgesamt 162.880 Anrufe gingen beim mdr ein, 39.439 wählten im Aktionszeitraum durchschnittlich viermal die Nummer des mdr. Mehr als 1800 Anrufe kamen aus Telefonzellen, rund 33.000 wurden vom Handy abgesetzt.

Während der Bäckerglückswochen nahm die Zahl der Anrufe zu und erreichte zwei Tage vor Ende mit fast 19.000 ihren Höchstwert. „Das spricht dafür, dass das laufende Programm einen erheblichen Werbeeffekt hatte“, sagte Garmhausen. Besonders großes Interesse habe die Aktion Bäckerglückswochen bei den über 50-jährigen Hörern hervorgerufen. „Das passt genau“, lobte LOM Michael Wippler. „Denn das ist auch die wichtigste Zielgruppe für uns Bäcker.“

Regionale Schwerpunkte in der Hörergunst waren die Städte Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Pirna. Insgesamt war die Hörerresonanz relativ gleichmäßig über den Freistaat Sachsen verteilt, lediglich nördlich von Leipzig gab es einen „weißen Fleck“, den Garmhausen mit „nicht angekommener Werbung“ interpretierte.

Für das Jahr 2007 signalisierte der mdr-Mitarbeiter im Namen seiner Anstalt die Bereitschaft zur Weiterführung der Medienpartnerschaft. In diesem Zusammenhang regte er zusätzliche Marketingüberlegungen, wie zum Beispiel die Einführung von Zahltellern mit dem Motiv der Bäckerglückswochen, an. Außerdem wies er auf die Notwendigkeit zur besseren Distribution der eingesetzten Bäckertüten hin. Diese Werbemittel seien im Wesentlichen nur in den 20 an der Aktion teilnehmenden Betrieben zu sehen gewesen, bemängelte Garmhausen.

Als „unwahrscheinlicher Imagegewinn“ habe sich die Teilnahme der Bäcker an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in den USA erwiesen. Die in diesem Jahr durch den Freistaat Sachsen ausgerichtete Veranstaltung stand unter dem Motto „Barock meets hightech“. Sächsische Qualität und Tradition wurden dabei durch drei sächsische Produkte verdeutlicht: Meißner Porzellan, Luxusuhren aus Glashütte und Christstollen aus Dresden. „Wir waren mit 160 Kilogramm Stollen in Washington, es war ein voller Erfolg. Wann hat man schon die Gelegenheit, Männern wie George Bush senior und Helmut Kohl die Hand zu schütteln“, sagte Hans-Jürgen Matzker, der Vorsitzende des Stollenschutzverbandes.


Artikel vom 26.10.2006
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