Baden & Württemberg
Erfolgreich ins Berufsleben gestartet
Freisprechung der Bäcker- und der Konditoreninnung Karlsruhe

Karl-Heinz Jooß und Ute Sagebiel-Hannich gratulieren den Innungsbesten Ramona Puschke aus der Bäckerei Visel in Karlsruhe, der besten Fachverkäuferin Karin Sarowsky aus der Bäckerei Richard Nußbaumer in Waldbronn, Mathias Moderer aus der Bäckerei Hel
Ute Sagebiel-Hannich, die Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbands Baden, appellierte an die jungen Leute, ihre Leistung nur als Zwischenschritt zu einer weiteren beruflichen Entwicklung zu sehen. Lebenslanges Lernen durchbreche die Grenzen herkömmlicher Bildungsstrukturen, sagte sie. Bildung ein Weg zu mehr Eigenverantwortlichkeit im Leben. Jeder werde damit umgehen müssen, wie die aktuellen Reformdebatten zeigten. Persönliches Engagement und Eigeninitiative seien unabdingbare Voraussetzungen für beruflichen Erfolg.
Manfred Groh, Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Karlsruhe betonte, dass eine gute Ausbildung Selbstbewusstsein gebe und ein guter Schutz gegen Arbeitslosigkeit sei, besonders in einem „traditionsreichen Beruf im Bäcker- und Konditorhandwerk“, so Manfred Groh. Dieses Handwerk zähle mit über 280.000 Beschäftigten zur Spitzengruppe in Deutschland. Bäcker und Konditoren verfügten über einen hervorragenden Geruchs- und Geschmackssinn, müssten aber auch Computertechniken beherrschen, geschickte Hände haben, freundlich beraten, ansprechend und kreativ präsentieren und eng mit Kunden und Kollegen in der Backstube zusammenarbeiten. Sie müssten die aktuellen Wünsche der Kunden kennen, das Verkaufsteam wiederum müsse wissen, welche Zutaten für die verschiedenen Backwaren benötigt werden. Mit ihrer soliden Ausbildung könnten die jungen Bäckerei- und Konditoreifachleute diesen Bedürfnissen gerecht werden. Mit einem Gerüst verglich Wolfgang Heinz, der Fachleiter Nahrung an der Gewerbeschule Durlach, die Ausbildungszeit, da die jungen Leute ein Gerüst aus Wissen und Fertigkeiten mit auf den Weg bekommen hätten.
Dieses Gerüst sei nach allen Seiten hin offen und ausbaufähig, damit es nach speziellen Bedürfnissen erweitert und den beruflichen Wandel angepasst werden könne. Der Rohbau stehe, nun sei es an den ehemaligen Auszubildenden, mit dem Ausbau ihres Fachwissen zu beginnen. „Auch wer in seinem erlernten Beruf zunächst keine Arbeit findet, hat in seiner Lehrzeit Qualifikationen erworben, die die moderne Arbeitswelt verlangt“, führte Wolfgang Heinz aus und nannte Durchsetzungsvermögen, Einsatzbereitschaft, Initiative, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Verantwortungsbereitschaft als Beispiele.
Seiner Meinung nach wäre es erfreulich, wenn sich aufgrund des guten Beispiels der neuen Gesellen weitere Jugendliche entschließen könnten, einen qualifizierten Abschluss zu erreichen.
Werner Krämer, der Lehrlingswart der Bäckerinnung Karlsruhe, konnte 22 neue Gesellen und 22 neue Fachverkäuferinnen freisprechen. Die besonderen Glückwünsche galten den Innungsbesten Jochen Link aus der Bäckerei Martin Reinhardt in Knittlingen, Mathias Moderer aus der Bäckerei Helmut Käshammer in Malsch, Karin Sarowsky aus der Bäckerei Richard Nußbaumer in Waldbronn, Ramona Puschke aus der Bäckerei Visel in Karlsruhe und Nadine Heinl aus der Bäckerei Lörz in Karlsruhe. Auch Ute Sagebiel-Hannich überreichte Buchgeschenke.
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