Niedersachsen
Enorme Bäckerdichte in Emden
Emden (pu). Auf wenige Innenstadtstraßen der Seehafenstadt Emden sind elf Backwarengeschäfte konzentriert. Viele Emder sprechen bereits scherzhaft von der „Straße zwischen den Bäckern“. In der Innenstadt ist der Markt um den Brotkunden heiß umworben. Erst vor zwei Jahren eröffnete ein Backwarendiscounter „Abacko“ am Burggraben. Nunmehr kam der zweite namens „back factory“ hinzu. Dieser ist der Großbäckerei Harry Habag in Schenefeld bei Hamburg zuzurechnen.
Die alt eingesessenen Bäckermeister legten gegenüber der „Emder Zeitung“ Wert auf die Feststellung, dass es sich bei ihren Betrieben nicht um „Backfabriken“ handelt.
Die Kunden machten sie darauf aufmerksam, dass die handwerklichen Betriebe viele Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort bieten. Sie verkaufen keine Backrohlinge, die in Osteuropa hergestellt, gefroren angeliefert und in den Läden aufgebacken werden. Bäckermeister Albert Eggen sprach von einem „reinen Verdrängungswettbewerb“, bei dem Einzelkämpfer kaum noch eine Chance besitzen. Sein Kollege Bart Sikken ist skeptisch, ob auf die Dauer genug Platz für alle Innenstadtbäckereien vorhanden ist. Auf jeden Fall wird der „Kuchen kleiner“ für jeden der elf Innenstadtbetriebe.
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