Baden & Württemberg
Einer der schönsten Brotmärkte im Land
Stadt und ihre Bürger feierten mit den Bäckern / Der Freiburger Brotmarkt „volljährig“

Die Bäckereien hatten Auszubildende mit auf den Brotmarkt gebracht, der für sie einmal ein ganz anderes Verkaufserlebnis war. Fotos: Grosholz
Wegen des vorangehenden Festaktes zum Bäckerjubiläum verzögerte sich der traditionelle Brotanschnitt um zwei Stunden. Doch die Stammbesucher des Marktes warteten gerne, bis kurz nach 12 Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, assistiert von Obermeister Hermann Aichele und Vorstandskollegen, symbolisch den eigens dafür gebackenen Brotlaib anschnitt und an die Marktbesucher verteilte.
Zuvor hatte Aichele die Besucher begrüßt und an die Tradition des Freiburger Brotmarktes erinnert, der sich ohne Übertreibung zu den ältesten Brotmärkten in Deutschland zählen dürfe. Vielleicht ist er sogar der älteste, darüber streiten sich die Innungen, so Aichele. Der Brotmarkt sei heute volljährig geworden und wir Freiburger Bäcker freuen uns, wenn es inzwischen Brotmärkte in vielen Städten und Orten gibt“. Eine bessere Werbung für das Bäckerhandwerk könne es nicht geben.
In Freiburg sei es Tradition, dass ein Bürgermeister den Brotmarkt eröffnet. Diesmal sei diese „schöne Pflicht“ auf ihn gefallen, sagte Ulrich von Kirchbach, der Bürgermeister für Soziales und Kultur. Die Stadt freue sich, dass sie so gute Bäcker in ihren Mauern habe, die auch in Krisenzeiten immer da waren, wenn sie die Bevölkerung brauchte, die sich auch über ihren Beruf hinaus für die Stadt und das Wohlergehen ihrer Bürger einsetzten.
Beim Rundgang an den festlich geschmückten Ständen lockte eine Vielfalt des Angebots an frischen Backwaren zum Probieren und Kaufen. Alle namhaften Bäckereien der Stadt und aus dem Umland waren vertreten, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sprachen mit den Kunden, verteilten Kostproben und beantworteten viele Fragen, ganz so, wie es die tägliche Kundennähe in ihren Geschäften ist und wie es niemand besser kann, als sie. Dass auch ein Basler Begge unter ihnen war, machte den Brotmarkt international. Für die musikalische Begleitung des Marktes sorgte die Sängerrunde der Bäckerinnung Freiburg.
Der Brotmarkt war aber nur Teil einer Festwoche aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums der Innung. In der Sparkasse fand eine in der Bevölkerung viel beachtete Ausstellung unter dem Titel „Tradition und Fortschritt“ statt. Zum Programm gehörten eine Brotprüfung und vor allen Dingen der Erntedankgottesdienst im Freiburger Münster, den die Bäcker-Sängerrunde feierlich mitgestaltete. Die wiederum kunstvoll gebackene und geschmückte Erntekrone fand im Altarraum einen würdigen Platz. Als sich die Bäcker und ihre Gäste am Abend zum fröhlichen Ausklang im Stadthotel Kolping trafen, konnte vor allem Obermeister Hermann Aichele aufatmen, denn die Jubiläumsfeier war rundum gelungen. Doch Aichele wollte nicht, dass der ganze Dank auf ihn fiel. Schließlich sei es eine Teamleistung des Vorstandes, des Innungsgeschäftsführers Ludwig Eckerle und vieler Helfer und Helferinnen im Hintergrund gewesen.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 25.10.2007:
Azubifilialen Teil des Ausbildungskonzepts
„Dresdner Stollen“ auch für Diabetiker?
Verbundazubis im Visier
Jetzt gilt es, die Chancen zu nutzen
Hervorragende Brotqualität
Ständig am Image arbeiten
Bäcker backen beste Brote
Kostensteigerung: Neue Kalkulation nötig
300 Jahre im Zeichen des Erfolgs
Kollegen stehen Spalier

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"