Hessen
Eine rundum gelungene Veranstaltung
Odenwälder Bäcker nützen den örtlichen Brotmarkt effektiv zur Selbstdarstellung

Die Kartoffelstangen waren ein Renner beim Odenwälder Brotmarkt. Von links: Karin Appel und Heide Stapp hatten damit am Stand alle Hände voll zu tun.
Einmal mehr hatten die am Brotmarkt teilnehmenden Bäckereien ihre Spezialitäten an den Ständen parat. Besondere Aufmerksamkeit galt den Odenwälder Kartoffelstangen, die noch warm und frisch aus dem Ofen weggingen wie die berühmten „warmen Semmeln“. Diese Stangen bestehen aus einem Weizen-Körner-Blätterteig und es werden darin vor dem Abbacken Schinken, Zwiebeln und Kartoffeln hinein gerollt. An einem anderen Stand wurden Pilze aus Brötchen und Weißbrotstangen geboten. Sie wurden häufiger als Mitbringsel besonderer Art sowie als Attribut der Kreativität der Odenwälder Bäcker mitgenommen. Auch die Odenwälder Kartoffelsuppe, diesmal allerdings nicht aus der gebackenen und essbaren Tasse, war bei den Besuchern gefragt.
Ganz neu und erstmals in Betrieb war ein neues Zelt der Innung aufgestellt. Es war innen so geteilt, dass die eine Hälfte der Front mit Theke bestückt dem Verkauf diente. Die andere Hälfte war als eine kleine Backstube hergerichtet worden, in der Kinder unter der Anleitung von Bäckermeister Stapp ihre eigenen Wünsche realisieren, abbacken und nach Hause mitnehmen konnten. Auch dieser Teil des Brotmarktes trug zur Vielfalt des Brotmarktes bei.
An einem zweiten Stand der Innung waren insbesondere Schriften über das Bäckerhandwerk sowie Hinweise zur Ausbildung und zu den Karrierechancen zum Mitnehmen ausgelegt.
Vor allem die Life-Musik am zweiten Tag der Veranstaltung sorgte für gehobene Stimmung. Zusätzlicher gab es die Möglichkeit, die im Kellereihof eingerichtete traditionelle Mühle zu besichtigen. So war der Odenwälder Brotmarkt einmal mehr eine gelungene Angelegenheit und für die Innung und deren Mitglieder eine positive Darstellung in der Öffentlichkeit.
Weil die Entwicklung nie stehen bleibt, sind OM Ludwig Schmitt und der Vorstand damit befasst, für den Brotmarkt von der Stadt einen anderen, etwas früheren Termin zu erhalten. Denn seit einigen Jahren findet gleichzeitig ein örtliches Weinfest statt, dessen Besucher zum Teil nicht mehr die Kurve zum Brotmarkt bekommen. „Es wäre doch schade, einem Teil der Besucher den Weg in den Kellereihof und zu uns Bäckern vorzuenthalten,“ meinte OM Schmitt.
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