Rheinland-Pfalz

Ein Mann der Tat mit Herz und Verstand

Große Ehrung für Volker Gögelein auf der Delegiertenversammlung des BIV Südwest


Kaiserslautern (dtp). Eine große und gut gelungene Überraschung beim Verbandstag (siehe ABZ vom 7.Juli07) war für den altershalber vom Amt als LIM zurückgetretenen Volker Gögelein der Auftritt der Bäcker-Sänger aus Kaiserslautern unter Leitung von Otto Zinkgraf. Zu Ehren von Volker Gögelein trugen die Sänger mehrere Lieder vor. Dazwischen hielt Hans Rothaug, Ehrenpräsident des Pfälzisch-Saarländischen Bäcker-Sänger-Bundes eine Laudatio auf Gögelein. Er attestierte ihm Weitblick, Umsicht, Tatkraft, Realitätssinn und ausgeprägte Fähigkeit zur Toleranz. Zwanzig Jahre seines Wirkens seien von einem Macher und Aufbauer geprägt gewesen. Gögelein könne voll Stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken und wer ihn kenne, habe Respekt vor seiner Leistung, so Rothaug.

Volker Gögelein wurde zum Ehrenlandesinnungsmeister (ELIM) des BIV Südwest ernannt. Aus Thüringen waren ELIM Gerd Bauer, LIM Wolfgang Laudenbach und stv. LIM Manfred Schmidt gekommen. Der BIV Südwest hatte nach Öffnung der Ostgrenze eine Patenschaft für die Thüringer Kollegen übernommen.

LIM Wolfgang Laudenbach dankte Gögelein für 17 Jahre kollegialer Begleitung. Er habe ihm seinerzeit Wesen, Sinn und Handhabung der Marktwirtschaft und Verbandsführung vermittelt und obendrein noch das Verbandsbüro zur Verfügung gestellt. Auch ELIM Gerd Bauer schloss sich der Würdigung des Einsatz von Volker Gögelein in persönlichen Worten an.

LIM Willi Renner hob in seiner Laudatio für Gögelein dessen Engagement und Schlagfertigkeit an. So beispielsweise in Sitzungen des Tarifwesens gegenüber der Gewerkschaft. Auch habe er etliche Aufgaben übernommen und sich überall voll eingesetzt. Ihm selbst habe Gögelein „große Schuhe“ hinterlassen, er wolle darin laufen lernen.

Mit der Übergabe einer Ehrenurkunde wurde Friedrich Schmitt aus dem Vorstand des BIV Südwest verabschiedet. ELIM Volker Gögelein lies in einer Rückschau die vergangenen Jahre Revue passieren, wobei er feststellte, dass damals die Bäcker geselliger und gemeinsam viel aktiver gewesen seien. Die hohe Kompetenz der Bäckereien sei ein gutes Zeichen für das Handwerk, so Gögelein. Wichtig sei es, Ideen zu haben um damit zu verdienen. Seine 26 Jahre wären keine vergeudete Zeit gewesen, schloss Volker Gögelein und erhielt lange anhaltenden Beifall.

Fachvorträge kamen von J.A. Hartmayer vom LIV Württemberg. Er befasste sich wie auch schon bei anderer Gelegenheit mit Darstellungen über „Neue externe Vermarktungskonzepte von Backwaren und Snackartikeln“. Er beschrieb in diesem Zusammenhang die Entwicklung bei Discount-Bäckereien, Coffee-Shops, Systemgastronomie und im LEH. „Die Kunden sind nicht mehr bereit für Standard-Qualität hohe Preise zu bezahlen,“ war eine seiner Aussagen. Den Bio-Trend sollte man in Verbindung mit regionalen Produkten nutzen und eigene Spezialisierung zum Aufbau eines eigenen Marktes nutzen. Die Bäckerkompetenz müsse auch in Ladenoptik sichtbar sein, betonte der Referent.

Dr. Hans Huber schlug einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart. Heute müsse das Ziel sein, ein unverwechselbares Angebot zu bieten. „Wer gut sein will, muss besser werden“, betonte Huber, hierzu sei auch eine bessere Bildung erforderlich.

Kurz stellte sich noch Markus Messemer mit seiner Firma Systemarena vor. Im Auftrag des ZV wirkte er an der Entwicklung des Software-Programms bro:Tplus zur Teilkosten- und Nährwertberechnung mit.


Artikel vom 09.08.2007
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