Bayern
Die richtige Entscheidung getroffen
Seit der Kooperation besserer Service für die Mitglieder der Bäko-Oberbayern-Nord

Vorstandsvorsitzender Eugen Kloos stellte der Geschäftsführung ein tolles Zeugnis aus (von links): Anton Göbel, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Geschäftsführer Udo Bauer, Genossenschaftsprüfer Alexander Löw und Aufsichtsratsmitglied Max Kuttenreic
Den rund 30 Anwesenden der ordentlichen Generalversammlung der Bäko-Oberbayern-Nord eG. legte Geschäftsführer Udo Bauer überzeugende Zahlen über das Geschäftsjahr 2005 vor. Die Genossenschaft konnte im vergangenen Jahr ihren Eigenumsatz um 5,3 Prozent auf gut 6,89 Mio. Euro steigern. Dabei brachten Rohstoffe 4,36 Millionen (+ 3,4 Prozent), Frischdienst 1,25 Mio. Euro (+ 8,1), Maschinen und Geräte 414.000 (+ 31,4), Hilfs- und Betriebsstoffe 305.000 (+ 6,6), Handelswaren 291.000 (+ 2,8) und Mehle 274.000 Euro (- 6,2 Prozent). Vor allem die beachtliche Umsatzsteigerung im Bereich Maschinen/Geräte sieht Bauer als Auswirkungen des mit Langenzenn geschlossenen Kooperationsvertrages. Weitere Synergieeffekte und Kostenreduzierungen sollen künftig in allen Betriebsbereichen erzielt werden, wobei die Selbstständigkeit der nördlichen Oberbayern „unangetastet“ bliebe.
Der Bilanzgewinn für das Jahr 2005 betrug 2.265,87 Euro. Der Vorstand schlug der Generalversammlung vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von 150 Euro sowie der genossenschaftlichen Rückvergütung von 4 Prozent auf den Mitgliederumsatz folgender Maßen zu verwenden: Gesetzliche Rücklagen: 1.207,94 Euro, andere Ergebnisrücklagen 1.207,93 Euro. Die Ausschüttung der genossenschaftlichen Rückvergütung sollte zu dem bereits angewiesenen Treuerabatt für 2005 erfolgen. Die 24 stimmberechtigten Mitglieder stimmten der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung ohne Ausnahme zu. Ebenfalls einstimmig wurde Konditormeister Martin Hackner als Mitglied des Aufsichtsrats bestätigt.
Für das laufende Jahr bestätigt Udo Bauer ein enormes Umsatzpotenzial. Mit einer Umsatzsteigerung von 16,9 Prozent stünde man bereits außergewöhnlich da. Der Geschäftsführer hofft, einen Umsatzzuwachs im 2-stelligen Bereich bis zum Jahresende halten zu können. Um knapp 6 Prozent hätten die Rohstoffe im ersten Quartal 2006 zugelegt, Handelswaren stiegen um annähernd 26 Prozent. Im Maschinensektor zeigten sich erste Erfolge, registriert wird zudem ein Anstieg bei der Nachfrage nach dem Wartungsservice. Den größten Erfolg kann Bauer aber im Bereich Frischdienst vermelden, wo er eine Steigerung von 49 Prozent nannte.
Zum Jahresabschluss waren – bei Zu- und Abgängen von jeweils 6 Genossenschaftlern – 100 Bäcker- und Konditoreiunternehmer Mitglied der Bäko in Ingolstadt. Die Einkaufsgenossenschaft macht ihre Geschäfte fast ausschließlich mit der Belieferung ihrer Mitglieder. Dass diese sich erst noch etwas an die Umstrukturierung im Lager an der Manchinger Straße gewöhnen müssen, hält Geschäftsführer Bauer für normal. Er bat um Verständnis für die neuen Abläufe, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es zukünftig übersichtlicher und schneller gehen werde als früher.
Die Genossenschaft hat seit Ende letzten Jahres rund 25.000 Euro in den Standort Ingolstadt investiert. Bauer geht davon aus, dass die Investitionen zukünftig zu mehr Umsatz für Genossenschaft und Mitglieder führen. Derzeit wird das Ingolstädter Lager täglich – analog wie der Standort Weißenburg – mit einem Lkw beliefert, der 34 Paletten fasst. Dies soll gegebenenfalls ausgeweitet werden. Auch die Befürchtung, dass die Mitarbeiterzahl und der gewohnte Service sinkt, hätte sich als unbegründet erwiesen.
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