Regional
Die meisten Betriebe sind zufrieden
Konjunkturumfrage der HWK Rhein-Main: Mehr Mitarbeiter in Lebensmittelbranche
Frankfurt a. M. (dtp). Die überwiegende Mehrheit der Mitgliedsbetriebe der HWK Rhein-Main sind derzeit mit ihrer allgemeinen Geschäftslage trotz aller Krisenszenarien noch insgesamt zufrieden. 26,6 Prozent der Betriebe halten sie für gut, 45,2 Prozent für befriedigend. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der HWK Rhein-Main unter rund 1000 Handwerksbetrieben. Die Erwartungen zur Geschäftslage in den kommenden drei Monaten kühlen sich jedoch deutlich ab. Zwar erwarten noch 16,4 Prozent für das erste Vierteljahr 2009 gute Geschäfte. Hingegen rechnen 37,5 Prozent, mehr als doppelt so viele, mit einer schlechten künftigen Geschäftslage. 46,0 Prozent erwarten befriedigende Geschäfte. Die Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2008 verlief rückläufig. Der Anteil der Betriebe mit gestiegenen Umsätzen sank von 19,7 Prozent im dritten Quartal auf aktuell 16,7 Prozent. Vor einem Jahr lag er bei 21,6 Prozent.
Umgekehrt ist der Anteil der Betriebe mit Umsatzrückgängen angestiegen. Aktuell umfasst er 37,1 Prozent, vor drei Monaten waren es 30,0 Prozent.
Reduzierte Umsatzerwartung
Beim Ausblick auf die Umsätze für das Anfangsquartal 2009 erwarten über die Hälfte der Betriebe sinkende Umsätze, lediglich jeder Zwölfte prognostiziert Umsatzsteigerungen. Die Investitionstätigkeit nimmt gegenüber dem vorigen Vierteljahr ab. Nur noch 65 Prozent der Betriebe sprechen von einem mindestens konstant gebliebenen Investitionsniveau. Im dritten Jahresviertel 2008 waren dies 68,8 Prozent. Das vierte Quartal 2007 verzeichnete noch 73,8 Prozent mit mindestens gleich gebliebenen Investitionen.
Die Beschäftigungslage bei den handwerklichen Betrieben im Rhein-Main-Gebiet bleibt überwiegend positiv. Die meisten Betriebe versuchen ihre Fachkräfte zu halten. Der Anteil der Betriebe mit mindestens konstanter Beschäftigtenzahl liegt nach wie vor sehr hoch mit 92,9 Prozent.
Der Anteil der Betriebe, die zusätzliche Mitarbeiter eingestellt haben, erreicht aktuell 5,0 Prozent. Nur 7,0 Prozent haben sich letzendlich von Mitarbeitern trennen müssen. Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Lebensmittelhandwerken. Keiner der befragten Betriebe dieser Gruppe hat Mitarbeiter entlassen müssen, fast jeder Zehnte konnte sogar zusätzlich einstellen.
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