Schleswig-Holstein
Die größte Innung Schleswig-Holsteins
Bäckerinnungen Holstein und Neumünster fusioniert / Holger Rathjen ist Obermeister

Gustav Baumgarten wurde zum ersten Ehrenobermeister der Innung Holstein ernannt. Die Ehrenurkunde erhielt er aus der Hand von Holger Rathjen, seinem Nachfolger als Obermeisters der Innung Holstein. Foto: Hoenig
„Ich sehe in spätestens fünf Jahren eine Landesinnung in Schleswig-Holstein“, so die Prognose von Landesinnungsmeister Holger Rathjen, der zum Nachfolger von Baumgarten gewählt wurde. Seine erste Amtshandlung als Obermeister bestand in der Ehrung der scheidenden Vorstandsmitglieder: Auf einstimmigen Beschluss der Versammlung ernannte er Gustav Baumgarten zum ersten Ehrenobermeister der Innung Holstein. Zu Ehrenmitgliedern gekürt wurden Werner Dittmer und Hans-Werner Schmidt.
„Wenn du Hilfe brauchst, bin ich da“, versicherte Gustav Baumgarten unter Applaus aller Beteiligten in seinen Dankesworten seinem Nachfolger. Zahlreiche Ehrengäste aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, aus der Berufsschule in Mölln und Bäckerkollegen aus Stralsund waren gekommen, um Gustav Baumgarten zu verabschieden. Die Zusammenarbeit mit ihm ist eine Freude gewesen, wegen seiner positiven, sympathischen Ausstrahlung ist er von allen sehr geschätzt. So waren die Gratulanten sich einig.
Eine hohe fachliche und soziale Kompetenz und eine hohe Akzeptanz unter seinen Kollegen bescheinigte der Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks und der Handwerkskammer Hamburg, Peter Becker, dem scheidenden Obermeister. „Ich schätze dich auch wegen deiner sympathischen, menschlichen Art“, fügte er hinzu. Doch seine großen Leistungen seien nur möglich gewesen, weil seine Frau Lisa und sein Sohn Dirk ihm, Gustav Baumgarten, den Rücken freigehalten hätten. Peter Becker dankte auch diesen beiden.
Positives konnte Peter Becker auch von der Situation im Bäckerhandwerk berichten. Nach den starken Umsatzrückgängen 2003 und 2004 sei im ersten Halbjahr 2005 wieder ein Plus zu verzeichnen. Doch die Situation bleibe schwierig. „Die Krise in Deutschland ist tief“, urteilte er. Die Politik mache es mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer und dem Wegfall des Wegegeldes falsch. „Wir brauchen mehr Kaufkraft statt weniger.“ Höhere Energiekosten, Finanzierungsprobleme, zu hohe Lohnnebenkosten und massiver Druck durch die Discounter — auch die Bäcker seien von der Lage betroffen. „Trotzdem haben wir gute Chancen. Qualität ist von vielen gewünscht und wir müssen Top-Qualität anbieten in Bezug auf Service und Produkte.“ Eine Chance für den Bäcker sieht er auch in der Betonung regionaler Spezialitäten und im Gesundheitsbewusstsein vieler Deutscher.
Optimistisch gestimmt nahm auch Holger Rathjen seine Amtsgeschäfte auf. An seiner Seite begrüßte er Heinz Essel, der einstimmig zum Geschäftsführer der Innung Holstein gewählt worden war und seine Vorstandskollegen. Zu stellvertretenden Obermeistern wurden gewählt: Torsten Gräper (Segeberg), Jörn Dwenger (Pinneberg), Thomas Leefen (Kiel), Stefan Andresen (Neumünster), Dirk Baumgarten (Lauenburg) und Joachim Lessau (Stormarn). Weitere Vorstandsmitglieder sind Claus Zingelmann (Stormarn), Jürgen Wagner (Segeberg), Hans-Jürgen Tackmann (Segeberg), Horst Millahn (Pinneberg) und Joachim Sachau (Neumünster). Der neue Rechnungs- und Kassenprüfungsausschuss setzt sich zusammen aus Jens Afheldt (Stormarn), York Horst Schüler (Lübeck) und Holger Münster (Pinneberg).
Mitglied im Gesellen- und Zwischenprüfungsausschuss für Pinneberg ist Horst Millahn und zu seinen Stellvertretern wurden Jörn Dwenger, Holger Münster und Rainer Kolls gewählt. Für Segeberg: Hans-Jürgen Tackmann und als Stellvertreter Ulrich Villwock, Gerd Binnewies und Sönke Braasch.
Im Herzogtum Lauenburg ist Claus Kramp zum Mitglied gewählt worden. Dirk Baumgarten, Klaus Sievert und Volker Kröger sind seine Stellvertreter. Für Lübeck/Stormarn: Claus Zingelmann und seine Stellvertreter Jörg Knölcke, York Horst Schüler, Mathias Schmidt, Hartmut Kock und Jens Afheldt.
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