Hessen
Die Optik kann noch optimiert werden
Brot und Brötchenprüfung der Bäckerinnungen Lahn-Dill und Limburg-Weilburg

Teilnehmer bei der Schlussbesprechung in Limburg (von links): Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz und OM Winfried Laux. Foto: dt-press
Obermeister Winfried Laux (Limburg-Weilburg) freute sich über die Beteiligung: „Die Anzahl der Proben insgesamt war diesmal so hoch wie noch nie.“ Verglichen mit dem Vorjahr sei im Einzelnen die Zahl der eingereichten Brote etwas zurück gegangen, die der Brötchen jedoch gestiegen. Das Niveau in der Qualität habe sich als konstant erwiesen. Auch der Einladung zur Abschlussbesprechung waren viele Betriebsinhaber gefolgt. Es gab sogar Fälle –auch das ist nicht die Regel – dass man sich im Vorfeld für das Nichterscheinen zur Abschlussbesprechung entschuldigte.
Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz sagte, der Trend zur Teilnahme an solchen Prüfungen sei rückläufig. Darum sei es um so erfreulicher, hier eine so hohe Beteiligung und damit gezeigtes Interesse zu registrieren. Als allgemeinen Hinweis regte er an, zum Beispiel in Verbindung mit Roggenbrötchen bewusster zu Werke zu gehen. Nicht selten sei bei insgesamt guten und sehr guten Ergebnissen bei Geruch und Geschmack die Optik weniger ansprechend. Er zeigte dazu zwei Beispiele Roggenbrötchen, welche fachlich mit „sehr gut“ zu werten waren, jedoch optisch etwas unscheinbar und flach wirkten. Das Auge kaufe immer häufiger mit, gab Schmalz zu bedenken und es wäre schade, Produkte mit gutem Geschmack und Krumenstruktur in ihrer Optik deutlich zu vernachlässigen. Hier liege Potenzial brach, das es zu aktivieren gelte.
Die Ergebnisse in Zahlen stellten sich wie folgt dar: In der Innung Lahn-Dill, wo die Prüfung in der Kreishandwerkerschaft Wetzlar durchgeführt worden war, kamen insgesamt 122 Proben zur Bewertung. Von den 79 Broten aus zwölf Betrieben erhielten 23 „sehr gut“, 31 „gut“ und 19 „zufrieden stellend“. Sechs Brote waren mit „verbesserungsbedürftig“ versehen. Von den 43 Sorten Brötchen aus neun Betrieben erhielten 18 „sehr gut“, für 16 gab es „gut“ und für sieben „zufrieden stellend“. Zwei der Brötchensorten waren „verbesserungsbedürftig“.
Für die Mitglieder der Innung Limburg-Weilburg fand die Prüfung in den Räumen der Bäko zu Limburg statt und war diesmal ganz kostenfrei, was zu Spekulationen hinsichtlich der hohen Teilnahme führte. Es waren insgesamt 209 Proben zur Bewertung eingereicht worden. Von den 156 Broten aus 26 Betrieben erhielten 53 „sehr gut“. Es waren 61 mit „gut“ und 32 mit „zufrieden stellend“ sowie zehn Brote mit „verbesserungsbedürftig“ eingestuft worden. Von den 53 Sorten Brötchen gab es für 23 „sehr gut“, für 17 „gut“ und für zwölf die Note „zufrieden stellend“. Nur eine Sorte Brötchen musste mit „verbesserungsbedürftig“ versehen werden.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 21.02.2008:
Konkurrenz um Anbauflächen befürchtet
Günstig weiterbilden
Tschechien rückt näher
Spezialitäten aus Bayern beliebt
Motto: Kaiserlich genießen
Wettbewerb rund um dieKirschtorte
Energiespar-Tagung
Fachverein lebt wieder auf
Werben ohne große Kosten
Diebe waren nur auf Bargeld aus

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"