Baden & Württemberg

Die Innung muss offen und aktiv sein

OM Trefzger auf der Versammlung der Innung Lörrach / Kooperation mit Müllheim


Lörrach (ag). „Wir müssen Gewinne für die nächste Generation machen“, so Obermeister Fritz Trefzger jr. vor der Generalversammlung der Bäckerinnung Lörrach in Schopfheim-Wiechs. „Wir leben in einer Zeit der Veränderungen und müssen uns den Herausforderungen stellen“, fügte Trefzger in seinem Jahresbericht hinzu, in dem er weit über den eigenen Kirchturm hinausblickte.

Die Innung müsse aktiv sein, offen für in die Zukunft ausgerichtete Seminare und Schulungen. Das Handwerk dürfe sich einer notwendigen Modernisierung nicht verschließen, für die Ausbildung des Berufsnachwuchses müsse es aufgeschlossen sein. Der Obermeister erwähnte die kostengünstigen Angebote für Innungsmitglieder, alles Vorteile, die Außenstehende nicht haben. Zum Thema von Fusionen stellte der Obermeister fest, dass man zwar noch nicht wisse, was Zusammenschlüsse bringen, doch nachdenken darüber müsse man schon.

Trefzger sprach kurz den Kooperationsvertrag mit der Nachbarinnung Müllheim an, dem die Generalversammlung zustimmte, bedauerte es aber andererseits, dass es nicht gelungen ist, die Bäckerinnung Waldshut in diese „Hochrheinschiene“ einzubeziehen. Damit berührte Trefzger einen Punkt, den auch der stellvertretende Obermeister der Innung Waldshut, Karl Strittmatter, in einem Diskussionsbeitrag ansprach.

In die Schulpraxis führte der technische Oberlehrer an der Gewerbeschule Lörrach, Wilhelm Jung. Er berichtete, dass die Lehrbäckerei für Bäcker und Konditoren jetzt komplett neu eingerichtet ist. Es mache Freude, darin zu arbeiten. Für Jung gab es aber auch weniger Erfreuliches zu berichten. An Probleme, wie man sie mit den Bäckerlehrlingen im ersten Lehrjahr habe, könne er sich nicht erinnern. „Doch gegen Ungehorsam und Widrigkeiten greifen die Lehrer streng durch“, versicherte Jung. Die verantwortungsbewusste Mitarbeit von Elternhaus und Lehrbetrieben sei natürlich auch sehr wichtig.

Keine Probleme gab es bei der Abwicklung der Regularien. Geschäftsführerin Gisela Däschle gab das Rechnungsergebnis 2005 und den Haushaltsplan 2006 bekannt. Sie wurden von der Versammlung gebilligt und dem Vorstand Entlastung erteilt. IKK-Geschäftsführer Jürgen Vogt berichtete von stabilen Beiträgen und von Krankenständen, die selten so nieder gewesen seien wie heute. Für die Betriebe und die Kassen sei das gut.

Die Arbeit des BGN-Kompetenzzentrums stellte Dr. med. Jürgen Vonier vor. Sein Thema war die neue Lebensmittelhygieneverordnung. Vonier wies darauf hin, dass der Landesinnungsverband Baden der einzige sei, der die Betriebe so intensiv informiere. Gerade kleineren Betrieben komme dies zugute.


Artikel vom 27.07.2006
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