Rheinland-Pfalz
Die Eigenverantwortung ist gefordert
Regionalversammlung der Innung Rhein-Ruhr (Düsseldorf) mit dem Thema Hygiene

Auf der Regionalversammlung der Innung Rhein-Ruhr (von links): Vom Amt für Verbraucherschutz Dr. Steinbüchel mit Werner Trienekens, Michael Hinkel, Robert Winkels (Innungsvorstand), Josef Hinkel (Regional-OM). Foto: Ku
Dr. Steinbüchel, der schon vor der eigentlichen Versammlung mit dem Vorstand aktuelle Vorkommnisse besprach und Rede und Antwort stand, gab in der Versammlung gleich zu Beginn kund, dass für die Bäcker die Verarbeitung von Backwaren zu Snacks mit Wurst und Fleisch vielfach Probleme bereitet. Die speziellen Hygiene-Vorschriften, die für das Fleischerhandwerk bestehen, hätten dann auch für das Bäckerhandwerk Gültigkeit. Wichtig sei, nicht gegeneinander, sondern miteinander die Probleme zu besprechen, meinte Dr. Steinbüchel und appelliert so an die Kooperationsbereitschaft der Betriebsinhaber. Schließlich sei es vor allem Aufgabe des Amts für Verbraucherschutz, auf Schwachpunkte hinzuweisen und nicht Bußgelder zu verteilen und Betriebsschließungen vorzunehmen.
Josef Hinkel bedankte sich bei Dr. Steinbüchel für das Kurzreferat und erteilte Betriebsberater Brand a. D. und danach seinem Nachfolger Wilfried Robertz das Wort. Brand wies auf Schwachpunkte hin – zum Beispiel Berühren von Backwaren – was immer wieder in der Presse angeprangert wird. Durch Schulung des Verkaufspersonals könne das Problem in den Griff bekommen werden. Die Eigenverantwortung des Betriebsinhabers sei hier gefordert. Betriebstechnischer Berater Wilfried Robertz führte weiter aus, dass bei Altbau-Substanz erhöhte Wachsamkeit gegen Ungeziefer nötig sei. Beobachtet wurde auch, dass bei Anlieferung importierter Paletten manchmal Ungeziefer eingeschleppt wird. Robertz mahnte auch eine Einheitlichkeit der Hygienevorschriften an und nicht kommunal unterschiedliche Auslegung.
Frank Bachhausen vom Innungsvorstand gab einige betriebliche Vorkommnisse bekannt. So wurde ihm bei einer Fett-Kontrolle des Fettbackgerätes (das Fett wurde am Vortag gewechselt) empfohlen, ein Gerät anzuschaffen (ca. 300 Euro) das die zulässigen Werte feststellt. Für den Bau einer neuen Backhalle wurde ihm bei Vorlage des Planes geraten, alle 4Meter ein Handwaschbecken anzubringen.
Georg Kretzschmar vom Vorstand gab bekannt, dass über die Schulverpflegung ein spezielles Gebäck in Verbindung mit der Universitäts-Kinderklinik entwickelt wird.
Thomas Puppe, für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, freute sich, dass die Fortuna-Röggelchen-Aktion eine gute Werbung für die Düsseldorfer Handwerksbäcker war. 120 Plakate an öffentlichen Plätzen und Kreuzungen warben für diese Aktion. 120.000 Röggelchen wurden verkauft. 10 Cent pro Stück = 12.000 Euro wurden – in Anwesenheit der Presse – übergeben.
LIM Bernd Siebers wies auf die Aktion Brötchentüten hin, mit folgendem Text: „Kaufen Sie ihre Brötchen, wo junge Leute (auch ihre Kinder) ausgebildet werden.“ Siebers bat die Innungsmitglieder, die Veränderungen in der Gesellschaft wahrzunehmen. Dies könne durch Erweiterung oder Umstellung des Sortiments erfolgen.
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