Hessen
Die Dokumentation ist jetzt Pflicht
Bäckerinnung Odenwaldkreis mit den Kernthemen Hygiene und Qualitätssicherung

Goldene Medaillen gab es für gute Backqualität (von links): Ludwig Schmitt, stellv. OM Jens Eidmann und Erwin Stapp. Foto: dt-press
Allgemein stellte Schmitt fest, es schreite die Filialisierung fort und der Sonntagsverkauf laufe immer besser.
Die Innung habe im letzten Jahr einen Betrieb verloren. Bei den jetzt 35 Mitgliedern werden zur Zeit 42 junge Leute ausgebildet; 24 zum Bäcker und 18 zur Verkäuferin. Zahlenmäßig sei das ein recht guter Wert. OM Schmitt hofft, dass im Zuge der Schulreform die Berufsschule in Michelstadt erhalten bleibe, nicht zuletzt im Hinblick auf die vorhandene gute Einrichtung. Es wäre „ein harter Schlag“, wenn die Lehrlinge etwa bis Darmstadt zum Unterricht fahren müssten. Als sehr positiv stellte Schmitt dar, dass im letzten Jahr ein Bäckerlehrling (Christoph Ohnsorg) aus dem Bereich der Innung beim praktischen Landes-Leistungswettbewerb einen zweiten Platz erreicht hatte.
Stellv. OM Jens Eidmann zeichnete zwei Kollegen aus. Für besonders gute Backqualität erhielten Ludwig Schmitt und Erwin Stapp je eine Goldmedaille, mit der sie zwei Jahre lang für das entsprechende Produkt werben können.
Über Hygiene und Qualitätssicherung sprach Dirk Vater vom BAV-Institut Offenburg. Er nahm die jetzt geltenden Gesetze und Vorschriften zum Anlass, den Betrieben eine Reihe von Empfehlungen zu vermitteln, ohne deren Beachtung mit Problemen zu rechnen sei. So ziele das neue EU-Hygienepaket darauf hin, die Eigenverantwortung der Unternehmer, die Kontrolle der Eigenkontrollen und die Rückverfolgbarkeit zu stärken.
Ausführlich stellte Vater die Risikobeurteilung für Lebensmittelbetriebe und die Kategorisierung in Risikoklassen dar. Vater erklärte das damit verbundene Punktesystem, welches die Kenntnis des Leitfadens, bei Bäckern der Leitlinien des ZV, voraussetzt. Wie wichtig die Hygiene genommen wird zeige sich daran, dass sie im Beurteilungsrahmen mit maximal 13 erreichbaren Punkten die höchst erreichbare Zahl habe. Dicht gefolgt vom Sektor Eigenkontrollen, der mit maximal zwölf Punkten zu Buche schlägt. Die Punktewertung, so Vater, ist endlich dafür der Maßstab, wie häufig Kontrollen im jeweiligen Betrieb durchgeführt werden. Die Bandbreite reiche von dreimonatig bis alle drei Jahre. Ausreichend zu dokumentieren sei jetzt Pflicht.
Den kleineren und kleinen Betrieben empfahl Vater, auf jeden Fall die Wareneingangskontrolle und die Temperatur- beziehungsweise Kühlungswerte zu dokumentieren. Zum Schluss wies Vater auf die Leistungen des überregional tätigen BAV-Institutes hin, welches in Hessen mit einer Niederlassung in Gießen präsent ist.
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