Niedersachsen

Deutliche Worte an Politik

OM Axel Schroer verärgert über neue Gesetzesvorlagen


Hameln (li). Zündstoff gab es diesmal in der Versammlung der Bäcker-Innung Hameln-Pyrmont. OM Axel Schroer nahm kein Blatt vor den Mund und erhielt prompten Beifall von den zahlreich erschienen Mitgliedern, als es um aktuelle Probleme ging.

Schroer hatte neben den „backenden Betrieben“ diesmal auch Gäste aus Wirtschaft und öffentlichem Leben dabei. Themen wie die Einstufung der Betriebe in die Gefahrenklasse I brachten den engagierten OM auf die Barrikaden. „Ab Mitte April soll die Verordnung für diese Gefahrenklasse I für uns greifen. Das bedeutet für einen Betrieb mit zehn Filialen einen jährlichen Kostenfaktor von runden 20 000 Euro. Der Beschluss dafür wurde ohne die Bäcker gemacht,“ dies bezeichnete er als einen ungeheuerlichen Vorgang der Politik. Es mache heute keinen Spaß mehr, hier im Lande zu bleiben, aber wir Bäcker werden kämpfen“, betonte der OM. Im niedersächsischen Landtag stehe ein Gespräch mit Ministerpräsident Wulff an. Dabei gehe es um den „Grünen Punkt“, die anstehende Verpackungsverordnung. Der Obermeister wies auch auf die schlechte vorweihnachtliche Geschäftslage hin. Positiv bewerte Schroer die Fernsehwerbung „Schön, dass es unser Bäckerhandwerk gibt“.

Die Innung bietet Nachschulungen für Mitglieder des Prüfungsausschusses, mit der Handwerkskammer unter dem Motto „Motivieren – Ausbilden“ an. Außerdem können Meister an einem Unternehmerseminar teilnehmen. Dabei geht es um Personalführung, Betriebswirtschaft und Marketing. Über die guten Ergebnisse der Brotprüfung berichtete Beate Diers.

Die Leiterin des Stadtmuseums, Gesine Snell, ging auf die Ausstellung „Vom Korn zum Brot“ ein, zu der bei der Eröffnung 500 und insgesamt rund 45.000 Besucher gekommen waren. Abschließend referierte Frank Rennebarth vom Zentralverband über das PC-Programm „bro:Tplus“. Diese Software hat im bisherigen Umfang insbesondere in der Produktinformation große Lücken gehabt. Das sei nun gebügelt worden und das Programm sei leicht zu handhaben.


Artikel vom 29.11.2007
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