Bayern
Deutliche Synergieeffekte erreicht
Bäko Oberbayern-Nord: Sortiment und Service ausgeweitet / Investitionen am Standort

Geschäftsführer Udo Bauer informierte über die aktuelle Preisentwicklung und über Trends. Foto: Eberhardt
Die Umsatzsteigerung betraf insbesondere den Frischdienstbereich sowie den Bereich Maschinen und Geräte. Hier kommt laut Vorstandsvorsitzendem Eugen Kloos der Synergieeffekt durch die Kooperation mit der Bäko Franken deutlich zum Tragen. Rohstoffe trugen im vergangenen Geschäftsjahr mit 4.265 Tds. Euro (-2,2 %) zum Umsatz bei, der Frischdienst legte um 37,8 Prozent auf 1.721 Tds. Euro zu. Mit dem Verkauf von Mehl wurden 258 Tds. Euro (- 5,8 %), mit Handelswaren 333 Tds. Euro (+ 14,4 %) erzielt. Maschinen und Geräte brachten 916 Tds. Euro (+ 121,3 %), und mit Hilfs- bzw. Betriebsstoffe wurden 348 Tds. Euro (+ 14,1 %) erreicht. Das Rohergebnis betrug 825.784,96 Euro gegenüber 857.024 in 2005. Für das Geschäftsjahr 2006 schlug der Vorstand der Generalversammlung die Ausschüttung einer genossenschaftlichen Rückvergütung in Höhe von 2,3 Prozent vor.
Weitere Steigerung erwartet
Geschäftsführer Udo Bauer erläuterte die Zahlen im Einzelnen. Die hohen Steigerungsraten beim Frischdienst beruhten auf dem nun wesentlich breiteren Sortiment, das die Franken eingebracht haben, und das von den Bäckern und Konditoren um Ingolstadt, Pfaffenhofen und Eichstätt rege nachgefragt werde. Und weil wieder investiert werde, sei auch der Maschinen- bzw. Geräteumsatz gestiegen. Das Umsatzminus bei Mehlen ergebe sich aus den günstigen Einkaufspreisen, die sich in den Abgabepreisen niederschlugen. Das laufende Jahr habe ähnlich positiv begonnen. Bis Ende Mai 2007 erhöhte sich der Umsatz bereits um 10,2 Prozent und brach auch im Juni nicht ein. Dabei betreffen die Steigerungen erfreulicherweise alle Warengruppen, wobei die Erhöhung der Mehlumsätze in erster Linie von den enormen Preissteigerungen seit Ende 2006 herrührt.
Verbandsprüfer Alexander Löw bestätigte der Genossenschaft eine ordnungsgemäße Arbeit und eine zufrieden stellende Geschäftsentwicklung. Die 21 stimmberechtigten Mitglieder genehmigten den Jahresabschluss 2006 und die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 9.670,05 Euro, der den Rücklagen zugeführt wird.
Bauer informierte anhand von Charts über die Preisentwicklung der wichtigsten Rohstoffe, die in jüngster Zeit zum Teil dramatisch teurer geworden sind. Und die Bäcker müssten damit rechnen, dass die Preise noch weiter nach oben gehen.
Der Standort Ingolstadt werde ausgebaut, so Bauer, und das Gebäude werterhaltend saniert.
Um die weitere Selbstständigkeit bzw. die Entwicklung der Kooperation ging es beim letzten Tagesordnungspunkt. Der bestehende Vertrag läuft bis Ende 2007, das Optionsrecht auf weitere zwei Jahre will die Bäko Oberbayern Nord in Anspruch nehmen. Aufsichtsratsvorsitzender Karl Wiesender bestätigte den rund 30 Anwesenden der jüngsten Generalversammlung die Fortführung der Kooperation bis zur nächsten Mitgliederentscheidung. Für die Zeit danach müsse neu verhandelt werden. Udo Bauer zerstreute die Bedenken, dass der Standort an der Manchinger Straße in Ingolstadt aufgegeben werden könnte, indem er auf die bislang erfolgten Sanierungsarbeiten hinwies und die Teilnehmer nach der Sitzung zum Rundgang einlud. Zur Standortsicherung könnten die Bäcker durch regen Warenbezug und Beanspruchung der Leistungen ihrer Genossenschaft maßgeblich beitragen.
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