Rheinland-Pfalz
Der regionale Verbund soll bleiben
Letzte Versammlung der Bäckerinnung Alzey / Künftig Innung Pfalz-Rheinhessen

Am Vorstandstisch (von rechts) KH-GF Rainer Borchert, OM Manfred Petry und Fachlehrerin Renate Wendel. Foto: dt-press
Von 21 Mitgliedsbetrieben sind im letzten Jahr drei ausgeschieden, so dass die Überleitung in die neue Innung Pfalz-Rheinhessen mit nur 18 backenden Kollegen vor sich gehe. Erfreulich sei die Zahl von insgesamt 34 Lehrlingen, die in diesen 18 Bäckereien den Beruf erlernten.
Ein Rückblick auf 118 Jahre Bäckerinnung Alzey war OM Petry mit lediglich einigen Angaben möglich, eine umfangreichere Chronik sei nicht vorhanden. Ein Kollege hatte eine Zusammenstellung denkwürdiger Daten einst für einen besonderen Anlass getätigt. Daraus gehe hervor, die Innung sei damals im Rathaus von Alzey gegründet worden. Früher wurden auch schon mal neue Mitarbeiter in Wirtshäusern gesucht, weil sich dort öfter wandernde Gesellen aufgehalten haben. In den früheren Jahren haben sehr viele der Kollegen ihre Ehrenämter über lange Zeit hinweg ausgeübt, stellte OM Petry fest. Mit einem Präsentkorb dankte er dem seitherigen KH-GF Rainer Borchert für gute Zusammenarbeit.
Für eine kurzfristig anstehende Berufs-Messe wurden noch Helfer als Ansprechpersonen und Auskunftgeber benötigt, hieß es. Einige der Anwesenden meldeten sich. Der Termin für die Durchführung der Brotprüfung sei verändert und auf jetzt den 5. und 6. Oktober 2005 gelegt. Die Brotprüfung solle auf jeden Fall wieder öffentlich durchgeführt werden. Wo, müsse erst noch in Gesprächen mit mehreren dafür geeigneten Einrichtungen fixiert werden.
Die Regularien mit Darstellung der Zahlen durch KH-GF-Rainer Borchert gingen glatt über die Bühne.
VGF Helmut Münch wies darauf hin, es werde ab 2006 eine neue Lebensmittel-Hygiene-Verordnung von der EU kommen. Im September wird ein Treffen zum Thema „Neue Prüfungs-Verordnung“ stattfinden. Beim Thema Berufsschule sagte Fachlehrerin Renate Wendel, die jetzt geltenden zwölf Lernfelder erforderten sehr viel Aufmerksamkeit, die Lehrlinge wären damit teilweise überfordert. Als gut wurde angesehen, dass Bäcker auch mal im Verkauf sich den Wind um die Nase wehen lassen und Kundenwünsche sowie Äußerungen hören.
Direktor Günther Altheim von der Bäko Rhein-Main-Limburg wies darauf hin, dass die Genossenschaften ihren Kunden Sicherheit in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit bieten.
OM Petry machte deutlich, die Bereiche Arbeitssicherheit, Arbeits-Medizin und das Lehrlingswesen bleiben bei der KH, es wären entsprechende Verträge vorhanden. Die Zusammengehörigkeit im Bezirk solle durch Treffen im kleineren Kreis bei behalten und gefördert werden. Der regionale Verbund werde durch die Großinnung nicht überholt.
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