Hessen
Der Zusammenschluss ist vorbereitet
Letzte Versammlung Bäckerinnungen Hanau und Offenbach vor der Fusion
Ronneburg (dtp). Ehrungen und ein Vortrag über emotionale Intelligenz in der Mitarbeiter-Führung bestimmten die gemeinsame Herbstversammlung der Innungen Hanau und Offenbach.
Bei der Begrüßung wies Obermeister Rudi Bär als Gastgeber (Hanau) darauf hin, dass dies das letzte gemeinsame Treffen der Innungen sei, weil in absehbarer Zeit die Fusion die beiden Innungen verbinde.
Von der Innung Hanau ausgezeichnet wurden die Eheleute Ilse und Adam Heinz, die als Bäcker-Rentner in den letzten Jahren an zahlreichen Veranstaltungen federführend beteiligt waren. Für langjährige Tätigkeit als Innungs-Sekretärin wurde Gudrun Ziegast gewürdigt. Sie habe sich in vorbildlicher im Innungsbüro engagiert.
Obermeister Wolfgang Schäfer (Offenbach) sagte zum Thema Fusion, es seien alle Vorbereitungen getroffen und der Zusammenschluss vorbereitet. Dafür dankte er den Damen Margit Ebert und Gudrun Ziegast. Die Kollegen bat er, möglichst alle zur Fusionsversammlung zu kommen, „das ist ein historisches Datum.“
Dr. Matthias Schwarz definierte Intelligenz als Begriff und ergänzte, emotionale Intelligenz sei die Fähigkeit Menschen führen zu können. Dazu müsse man Vorbild sein. Ganz besonders junge Leute bräuchten Vorbilder. Das beginne auch optisch bereits bei der Berufskleidung von Meister und Gesellen, und die pädagogische Seite von Vorbildern fange mit dem Vorleben an. Also der Art und Weise, wie man miteinander redet und wie man miteinander umgeht.
Es gebe eine Kultur der Kommunikation, auch hier mache der Ton die Musik. Die Vorbildfunktion umfasse das gesamte Spektrum des Miteinanders. Beim persönliche Auftreten mache die Optik rund 80 Prozent und die Sprache rund 20 Prozent der Wirkung aus.
Als einen ganz wesentlichen Punkt bezeichnete es Dr. Schwarz, etwa Lehrlingen ständig zu sagen, sie könnten nichts, seien zu dumm zu begreifen. Das sei vollkommen falsch auch wenn zunächst der Anschein darauf hin deute. Wenn man jedoch jungen Leuten sage, sie könnten etwas, baue man sie auf und erzeuge den Wunsch, noch mehr zu können. Es sollte auch gewürdigt werden wenn etwas richtig gemacht wurde. „Wer was kann ist gefragt“ und stehe am Anfang des Selbstbewusstseins.
Weiter sei den Mitarbeitern Beachtung zu schenken. Wenn die gefunden sei, stiegen Selbstwert und Zufriedenheit. Als falsch bezeichnete es Dr. Schwarz auch, zum Beispiel Mitarbeiter vor anderen anzuschnauzen. Dabei sei Strenge zu befürworten, nicht aber Gewalt. Zu beachten sei weiter, zu wissen wie man wirkt. Lachen erzeuge Gegenlachen, positiv sei Freundlichkeit, aber Scheißfreundlichkeit nicht.
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