Regional
Der Lotse geht von Bord
20 Jahre in Diensten des Deutschen Bäckerhandwerks: Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Groebel verlässt die Kommandobrücke des Zentralverbandes
Die Gründung der Landesinnungsverbände in den neuen Bundesländern – noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands, der Umzug der Geschäftstelle des Zentralverbandes nach Berlin – für kurze Wege in die Ministerien und enge Kontakte zu politischen Entscheidern, die Modernisierung der Bundesfachschule und sieben Weltleitmessen für die Backbranche – das sind sicher herausragende Meilensteine und Höhepunkte der 20 jährigen Amtszeit von Dr. Eberhard Groebel an der Spitze des Zentralverbandes.
Viele Ergebnisse und Errungenschaften seiner engagierten Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer aber fallen nicht so schnell ins Auge: Die „eigentliche Arbeit“ fand oft in Tagungsräumen fernab der Öffentlichkeit statt. Prozesse der Meinungsbildung bei konträren Auffassungen zu einer tragfähigen Entscheidung im Interesse der Mitgliedsbetriebe zu führen – das ist das vornehmliche Tagesgeschäft eines Hauptgeschäftsführers. Ob Nachtbackverbot, Reduzierung des Salzgehalts, Verpackungsverordnung, Ampel-Kennzeichnung, Verkauf nach Gewicht – wichtige politische Entscheidungen, die in Berlin und Brüssel getroffen werden. Aber bitte nicht ohne Berücksichtigung berechtigter Interessen des Deutschen Bäckerhandwerks:
Mit wachem Verstand, scharfer Analyse, strategischer Weitsicht und klaren Worten verstand es Dr. Groebel, den Interessen des Deutschen Bäckerhandwerks Gehör zu verschaffen.
Mehr noch: Ob mit diplomatischem Geschick und, wenn nötig, knallhartem Konfrontationskurs erzielte der Zentralverband unter seiner Führung handfeste Ergebnisse zum Wohle der Mitgliedsbetriebe. Die Anliegen der Bäcker hat er zu seinen Interessen gemacht.
Der Lotse geht von Bord, der stets Kompass und nicht Wetterfähnchen auf der Kommandobrücke gewesen ist.


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