Bayern
Das beste Ergebnis seit Bestehen erzielt
Bäko Bad Reichenhall macht 2004 rund 6,6 Mio. Umsatz / 6 Prozent Dividende

Aufsichtsratsvorsitzender und OM Wilhelm Oswald bedankt sich bei Irmengard Rossingoll für ihre hervorragende Arbeit während der 25 Jahre bei der Bäko Bad Reichenhall. Foto: Huber
Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder ging die Geschäftsführerin zunächst auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands und den Binnenmarkt ein. Angst vor der finanziellen Zukunft, vor Arbeitslosigkeit und der Versorgung im Alter ließen die Sparquote auf den höchsten Stand seit 1995 ansteigen. Der private Konsum ging wieder leicht zurück. Das Handwerk, bedingt durch die nachhaltige Kaufzurückhaltung der Verbraucher, konnte der Umsatz im Bäckerhandwerk nicht gesteigert werden, blieb aber konstant.
Während der Gruppenumsatz bei den Bäkos in Deutschland um 1,2 Prozent zurückging, im Landeszentralbereich Süddeutschland ergab sich ein Rückgang um 1,8 Prozent, konnte die Bäko Bad Reichenhall ihren Umsatz um 0,9 Prozent steigern, ohne Maschinen und Geräte stieg der Umsatz sogar um 4,8 Prozent.
Vor allem das Lagergeschäft steigerte sich um 4.8 Prozent auf 5,129 Millionen Euro, das Streckengeschäft verringert sich um 10 Prozent auf 1,476 Millionen Euro.
Beim Blick auf die einzelnen Warengruppen war ein Preisverfall beim Mehl zu verzeichnen, die verkaufte Menge blieb aber gleich. Der Absatz von Backrohstoffen konnte beachtlich ausgebaut werden, im Lager um 10,2 Prozent. Ebenso erfreulich ist der Zuwachs bei Hilfsstoffen, Papier und Verpackungsmaterial um insgesamt 12,7 Prozent. Ein Minus gab es dagegen bei den Handelswaren, bei Maschinen und Geräten betrug der Rückgang sogar fast die Hälfte.
Im Geschäftsjahr 2004 wurde der Fuhrpark erweitert sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Sämtliche Investitionen konnten aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Personalkosten verringerten, die sozialen Abgaben erhöhten sich. Zinsertrag und Zinsaufwand ergaben wieder ein positives Bild.
„Wir können wieder einmal mehr als zufrieden sein“, sagte die Geschäftsführerin nicht ohne Stolz. „Wir haben das beste Ergebnis seit Bestehen der Bäko erreicht“. Dadurch sei es wieder möglich, bei einem versteuerten Reingewinn von 38.430 Euro eine weit überdurchschnittliche Warenrückvergütung von 2,4 Prozent oder 138.070 Euro sowie eine 6-prozentige Dividende auszuschütten. Gleichzeitig wurden die reinen Betriebskosten gesenkt.
Dieses Betriebsergebnis ermöglicht den geplanten Neubau eines Tiefkühl- und Kühllagers. Die Genehmigung ist bereits erteilt, die Ausschreibung läuft. „Wir investieren in die Zukunft“, sagte Rossingoll, „weil wir wissen, dass wir mit vielen jungen und engagierten Bäckern, die durch Qualität und Können ihre Kunden an sich binden, einen guten und gesunden Grundstock am Mitgliedern haben, die auch weiterhin eine positive Entwicklung ihrer Bäko ermöglichen.“
Mit einem Dank an alle Kunden für die Treue und den Mitarbeitern für den unermüdlichen Einsatz schloss Frau Rossingoll ihren Bericht.
Revisor Franz Herok vom Bayerischen Genossenschaftsverband gab dann das Prüfungsergebnis für das Jahr 2003 bekannt und erläuterte den Jahresabschluss 2004 und die Gewinnverteilung. Sowohl das Prüfungsergebnis als auch der Jahresabschluss wurden einstimmig angenommen. Ebenso einstimmig wurden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat die Entlastung erteilt.
Die satzungsmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Bäckermeister Josef Hartl aus Laufen, Martin Geigl aus Perrach und Bernhard Daxenberger aus Altenmarkt/Alz wurden, da eine Wiederwahl möglich war, einstimmig wieder in diesem Amt bestätigt.
Dann berichtete Obermeister Wilhelm Oswald noch, dass Landrat Georg Grabner die Bitte auf frühere Öffnung der Läden am Sonntag auf 7.00 Uhr zugestimmt hat. Als erschwerend bezeichnete Oswald die vorgezogene Abführung der Sozialversicherungsbeiträge vom 15. auf den 1. des Monats, da bei vielen Mitarbeitern erst am Anfang des Monats die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden berechnet werden können.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 11.08.2005:
Eine solide Basis fürs Unternehmertum
Mit neuem Verwaltungsrat
Junge Meister als Nachfolger gefragt
Mitarbeiter als Erfolgsfaktoren nutzen
Gemeinsam gefeiert
Bei der Torte geschwächelt
Erfolgreich auf Meisterkurs gebracht
Durchschnittlich gute Leistungen gezeigt
Ein explosives Thema
Mit PIN-Backwaren zeigen, was drin ist

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"