Baden & Württemberg
Das Vorjahresergebnis knapp verfehlt
Trotz dem erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 für die Bäko Mittelbaden

Vorstand Bernd Neubauer und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Neu (rechts) verabschiedeten den Prüfer Manfred Klinkhammer und dankten ihm für seine jahrelange Arbeit für die Bäko Mittelbaden. Foto: Grosholz
Obwohl das Vorjahresergebnis der Genossenschaft nicht ganz erreicht wurde, könne man doch von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2006 sprechen, betonte Vorstand Bernd Neubauer in seinem Jahresbericht. Die betriebswirtschaftliche Situation habe sich 2006 nicht verbessert. Gestiegene Material- und Energiekosten könnten kaum an die Kunden weitergegeben werden. Für 2007 sei zwar eine Besserungstendenz zu erwarten, insgesamt dürfte sich aber an der bisherigen Ertragseinstufung nichts Wesentliches verändern, so Neubauer.
Wellness als Chance
Die Zeit biete auch ihre Vorteile. So werde die Branche von der Gesundheitsorientierung im Ernährungsverhalten der Bevölkerung begünstigt. Bio-Produkte und Functional Food erschließen neue Umsatzchancen. Eine angenehme Atmosphäre im Laden-und Cafébereich mit einem individuellen Ambiente dürften die Kundenbindung und -gewinnung erhöhen. Da hätten größere und kleinere Betriebe reelle Chancen.
Trotz dieser optimistischen Einschätzung bleibe festzustellen, dass sich der Konzentrationsprozess im Bäcker- und Konditorenhandwerk unaufhaltsam fortsetze. Die Abschmelzung zwinge die Genossenschaft, neue Wege zu gehen, neue Produkte anzubieten und innovative Ideen rasch in die Tat umzusetzen.
Preiskampf bei Rohstoffen
Der erwirtschaftete Umsatz wird bei der Bäko Mittelbaden mit insgesamt 63.676.202 Euro ausgewiesen. Davon entfielen 37.577.873 Euro auf den Standort Offenburg und 52.19.910 Euro auf den Standort Pforzheim.
Erhebliche Umsatzeinbußen gab es in der Warengruppe Mehl und Rohstoffe, wo der Preiskampf besonders hart geführt werde.
Der Handelswarenbereich erlebe durch Kaffee, Frühstück und alkoholfreie Getränke eine Renaissance. Ein neuer Papier- und Verpackungskatalog sowie gezielte saisonbedingte Aktionen trugen zu einer Umsatzausweitung von 6,6 Prozent bei.
Der Maschinen- und Geräteverkauf war rege. Hier erfüllten sich die Betriebe aufgrund einer verbesserten Wirtschaftslage einen offensichtlich angestauten Nachholbedarf. Im November wird die Bäko am Standort Offenburg einen Neubau übergeben. Es entstehen ein Tiefkühllager und eine Lagerkapazität von 660 Palettenplätzen.
Neubauer bedankte sich im Namen des Vorstandes bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die das Unternehmen 2006 unterstützt haben und ihm größtenteils die Treue hielten. Der Dank des Aufsichtsrates, den der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Hoppler aussprach, ging an Vorstand und Mitarbeiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2006. Der Aufsichtsrat habe den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und in Ordnung befunden, so Hoppler.
Manfred Klinkhammer erstattete den Prüfungsbericht, seinen letzten, weil er in Ruhestand geht. Die Vermögenslage der Gesellschaft sei ordentlich und es sei gut gewirtschaftet worden. Für die Zukunft wünschte er der Bäko Mittelbaden eine stets gute Ertragslage.
Dividende von 5,0 Prozent
Die Generalversammlung genehmigte den Jahresabschluss 2006 einstimmig. Der Vorstand hatte im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 351.646,73 Euro wie folgt zu verwenden: 5,0 Prozent Dividende, 142.827,02 Euro, Zuführung zur gesetzlichen Rücklage 100.000 Euro und Zuführung zu den anderen Ergebnisrücklagen 108.819,71 Euro.
Bernd Bender, Thomas Fabry, Michael Neu, Olaf Ehringer und Rainer Kratt, wurden wieder in den Aufsichtsrat gewählt.
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