Baden & Württemberg

Das Bäckerhandwerk ist stark aufgestellt

Frühjahrsversammlung der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land


Mannheim (chr). Viel erlebt hat die Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land im vergangenen Jahr. Das 125-jährige Jubeljahr brachte eine ganze Reihe Aktionen mit sich, darunter der Landesinnungsverbandstag in Schwetzingen oder als gesellschaftlicher Höhepunkt das Jubiläumsfest im Seckenheimer Schloss. Obermeister Norbert Magin blickt auf ein „erlebnisreiches, arbeitsreiches, stressiges Jahr zurück. Die meiste Arbeit dürfte wohl mit der Festschrift an der Geschäftsführerin der Innung, Vera Wolf, hängen geblieben sein: „Die ist ganz schön gesprungen“, so Magin. Was hat die Innung sonst noch hinter sich gebracht? Zwei Meisterfeiern, die Präsenz auf dem Maimarkt, die Freisprechungsfeier der Gesellen, die „leider nicht hervorragend“ war, den Handwerker- und Bauernmarkt, eine Hygiene-Schulung und den Berufsinformationstag in Heddesheim. Ein Jubiläum steht auch in 2007 an: Die Bäko, praktisch ein Kind der Innung, feiert ihren 100. Das laufende Jahr soll etwas ruhiger werden, wenn auch einige Höhepunkte ihre Schatten voraus werfen: Der Maimarkt, mit seinen jährlich etwa 400.000 Besuchern, ein Großteil schaut auch bei der Innung vorbei.

Positives konnten auch Geschäftsführerin Vera Wolf und Andreas Horcheimer, der Verwalter des Innungshauses berichten. Beide legten einwandfreie Bilanzen vor. So weist die Jahresrechnung der Innung trotz der Belastungen des Jubiläums – die Festschrift wurde teurer als veranschlagt – ein leichtes Plus auf. Gleiches gilt für den Förderverein des Bäckerhandwerks e.V., auf den Festgeldkonten gibt es ein spürbares Plus. Auch der Hausverwalter berichtete von einem Überschuss. Die beiden Kassenprüfer, Bäckermeister Wolfram Gothe und „Bäckernachbar“ Bäckermeister Michael Utz, konnten eine einwandfreie Kassenführung bestätigen.

Rüdiger Frenz von der Handwerkskammer stellte angesichts der vorgelegten Zahlen fest: „Das Bäckerhandwerk ist stark aufgestellt“ nicht nur finanziell, sondern auch personell: sechs Metzgern, die in 2006 in den Meisterstand erhoben wurden, stehen 35 Bäckermeister gegenüber. Nicht nur von den eigenen Revisoren wurden die Kassen überprüft. Auch einer Überprüfung durch die Kammer hielt die Kassenführung der Innung stand, der Abschlussbericht des Prüfers lässt keine Mängel erkennen und geizt nicht mit Lob. Bei der Entlastung konnte Frenz keine Gegenstimmen und keine Enthaltungen zählen, Vorstand und Kassenführer und Geschäftsführung wurden einstimmig entlastet. Auch die Haushaltspläne für 2007 der Innung, des Fördervereins des Bäckerhandwerks und der Wirtschaftsplan für das Haus wurden einstimmig angenommen.

Eine Neuwahl stand an, Helmut Döringer gibt seine Funktion als Vorstandsmitglied auf. Sein Nachfolger wird Gerald Sauer aus Schwetzingen.

Zum Schluss gab es noch einige interessante Hinweise über Aktuelles aus dem Bäckerhandwerk. Verbandsgeschäftsführerin Ute Sagebiehl-Hannich berichtete in ihrem Vortrag über wichtige Themen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, die Kennzeichnungspflicht von Zusatzstoffen, die Organisationsreform der Berufsgenossenschaften, die Erbschafts- und Unternehmensteuerreform und das Leitbild des Deutschen Bäckerhandwerks, das praktisch eine Arbeitsgrundlage darstellt.


Artikel vom 27.04.2007
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