Baden & Württemberg

Chancen einer soliden Ausbildung nutzen

Freisprechung in Mannheim für 13 Bäcker und 22 Fachverkäuferinnen nehmen


Mannheim (nip). Ein großer Tag für den Nachwuchs im Bäckerhandwerk: Im Berufsinformationszentrum Mannheim wurden 13 Bäckerlehrlinge und 22 Fachverkäuferinnen in den Gesellenstand erhoben. Im Rahmen der Freisprechungsfeier gab es Präsente, Glückwünsche und natürlich die begehrten Urkunden, die das erfolgreiche Ende der Ausbildungszeit bescheinigen. Drei Auszubildende schafften es nicht bis zum Abschluss, die vier Besten erhielten allerdings von der Bäko-Stiftung zur Förderung des Nachwuchses aus den Händen von Vorstand Reiner Jung jeweils 155 Euro. Diesmal hatten ausschließlich weibliche Prüflinge die Kriterien zur Preisvergabe erfüllt: Julia Gauzel, Cornelia Bopp, Inge Schmidt, Anja Stasch (alle Verkäuferinnen) und Bäckerin Angelika Frei. Der Ausbildungsbetrieb K & U GmbH war mit gleich drei Preisträgerinnen sehr gut vertreten.

„Nach dieser Veranstaltung sind Sie alle Gesellen und Fachverkäuferinnen“, sagte Obermeister Norbert Magin. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche sei der zweite wichtigste Lebensabschnitt nach der Schule nun erreicht und ein weiterer Schritt auf der Leiter der Berufskarriere erklommen. In Zeiten der Globalisierung sei Weiterbildung unverzichtbar, bekräftigte Magin. Die hohe Arbeitslosigkeit bedrücke und fordere vom Einzelnen viel Engagement. „Sie sollen heute aber feiern und das aus gutem Grund“, betonte der Obermeister der Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land. Elisabeth Ruiner, Schuldirektorin der Justus-von-Liebig-Schule lenkte den Blick der gewesenen Azubis auf die Möglichkeiten und Chancen mit dieser soliden Ausbildung im Erwerbsleben den Anschluss zu halten: „Darauf können Sie stolz sein.“ Sie riet, den Branchentrend zu Exklusivität und Individualität aufzugreifen und im Kampf gegen Billigdiscounter nicht zu verschlafen: „Sie müssen die Zeichen der Zeit selbst setzen!“ Und weiter: „Nutzen Sie die Möglichkeiten der Weiterbildung innerhalb des Handwerks.“ Stillstand bedeute Rückschritt, und bevor man arbeitslos werde, solle man sich besser zum Meisterkurs anmelden. Seit dem vergangenen Jahr ist dieser Weg Bäckergesellen auch ohne Praxisjahre zugänglich. Ruiner warb gleichzeitig um Nachwuchs an den Berufsschulen – bleibe dieser aus, drohten Standortbereinigungen. Ihr Dank galt auch der Bäckerinnung, mit der eine ausgezeichnete Zusammenarbeit möglich sei. Magin dankte der Initiative „Förderband“, die wiederum schwache Schüler mit Nachhilfe begleitete. Im Rahmen der Feier wurde auch Hartmut Seiler verabschiedet, der über 30 Jahre lang in der Prüfungskommission vertreten war. Lehrlingswartin Juliane Ockert lobte: „Er war immer für uns da.“ Anschließend gaben sie, Harald Jakobitz, der Vorsitzende der Prüfungskommission sowie Stefanie Eberlein, Beisitzerin bei den Fachverkäuferinnen die Urkunden aus.


Artikel vom 17.08.2005
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