Baden & Württemberg
Bruno Dierle als Obermeister bestätigt
Kehl-Hanauerland: Kleine Innung mit vielen Aktivitäten – Vielfältige Informationen

Geschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich gratulierte Obermeister Bruno Dierle zur Wiederwahl. Foto: Grosholz
Weil man es gelegentlich anders höre, stellte Obermeister Dierle fest, dass die drei Bäckerinnungen in der Ortenau, Offenburg, Kehl und Wolfach, nicht fusioniert haben, sondern lediglich eine Kooperation eingegangen sind, wie sie in der Innungsarbeit schon länger praktiziert werde. Die drei Innungen seien auch für eine Zusammenarbeit mit der Innung Lahr offen. Zu besonderen Veranstaltungen lade man die Kollegen ein.
In seinem Rückblick auf die Zukunft sagte Dierle: „Wir sind zwar eine kleine Innung, doch wir machen weiter, so lange es eben geht.“ Neue Mitglieder zu gewinnen sei schwierig, vor allem in einer Zeit, in der Bäckereien zunehmend ihre Selbstständigkeit aufgeben.
Über „Aktuelle Themen des Bäckerhandwerks“ berichtete die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes Baden, Rechtsanwältin Ute Sagebiel-Hannich. Besorgt äußerte sie sich über die witterungsbedingt zu erwartende schlechte Getreideernte. Sie empfahl den Bäckern, ihre Preise der aktuellen Marktlage anzupassen. Die Betriebe müssten existenzfähig bleiben.
Weitere Themen des Referats waren die Organisationsform BGN, das Arbeitsrecht, die Erbschafts- und Unternehmenssteuerreform.
Die Bäko Mittelbaden blicke insgesamt auf ein erfolgreiches, wirtschaftliches Jahr und bediene derzeit annähernd 500 Kunden, sagte Direktor Bernd Neubauer in seinen Grußworten. Dieser positiven Einschätzung würden allerdings eine wachsende Zahl von Insolvenzen gegenüberstehen. Auch Neubauer beurteilte die Ernteaussichten kritisch. Sie verschärften jedenfalls die Preissituation, die schon durch eine Verknappung der Rohstoffe angespannt sei. In dieser Lage sei die Bäko für die Kundentreue der Backbetriebe besonders dankbar, so Neubauer.
Im Versicherungsbereich waren Erwin Weber von der Signal-Iduna und Manfred Knauer von der Innungskrankenkasse (IKK) fachkundige Referenten. Als Dauerproblem nannte es Weber, dass immer mehr Menschen Rente beziehen wollen, aber immer weniger in die Versicherung einbezahlen. Wo das hinführen soll, könne niemand überzeugend erklären. Knauer versicherte seinen Zuhörern, dass die Beiträge in überschaubarer Zeit stabil bleiben. Diese Zusage könne er natürlich nur für die IKK machen.
Von der beruflichen Schule in Kehl waren Signale für eine noch verbesserte Zusammenarbeit zu vernehmen.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 24.05.2007:
Bayerisches Bäckereimuseum
Auf öffentliche Aktionen gesetzt
Auch Mitarbeiter profitieren lassen
Dem Bäcker sei ein Trullala...
Für eine starke Interessensvertretung
Mit vielen Aktivitäten
Abschied genommen
Produkt- und Ausbildungsqualität wichtig
Geschäftsführung verlagert
Bahn frei für Mädchen

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"