Bayern
Brotfest nach dem Brottest
Journalisten bei der Brotprüfung in Augsburg

Bewaffnet mit einer alten Brotschneidemaschine stand OM Schuster, assistiert von Qualitätsprüfer Andreas Rott, den Journalisten Rede und Antwort zu den heimischen Backwaren. Foto: Eberhardt
Noch bis kurz vor der Pressekonferenz bewertete Brotprüfer Andreas Rott die Qualität der angelieferten Backwaren und beriet die hinzu gekommenen Bäcker in Zweifelsfragen. Schließlich vergab er fürs Brot neben 32mal „sehr gut“, 53mal „gut“ und 15mal „zufriedenstellend“ auch 2mal „verbesserungsbedürftig“. Bei den von 9 Betrieben angelieferten Brötchen erreichten 4 „sehr gut“, 6 „gut“ und 3 „zufrieden stellend“, eine Semmel war verbesserungsbedürftig. Für die Prüfungsteilnehmer sind die Vergabepunkte immer noch etwas gewöhnungsbedürftig. Denn wenn statt der 5 in allen fünf Kategorien insgesamt nur eine 4,95 herauskommt, gibt es schon kein „sehr gut“ mehr. Dabei muss der Prüfer allein bei der Form 27 verschiedene Kriterien kontrollieren. Bei Oberfläche/Krusteneigenschaften weist die Prüfliste 18, bei Lochung/Krumenbildung 22, bei Struktur/Elastizität 15 und bei Geruch/Geschmack 24 mögliche Fehler aus. Bei der Form gab es insgesamt nur ein einziges Mal einen Kritikpunkt. Bei Geruch und Geschmack fielen 5 Brote als „wenig aromatisch“ auf. Auch waren relativ viele feste Teige dabei.
Die Augsburger Bäcker lieferten alle denkbaren Brotvarianten an. Im Trend liegen allerdings helle, mediterrane Gebäcke. Sie sind nicht nur zur Sommerzeit als Salatbeilage beliebt, sondern befinden sich das ganze Jahr über im Angebot der Handwerksbäcker: Buttermilch-, Napolibrot, Elsässer Baguette, Französisches Weißbrot oder Buttertoast. Die Prüfung dauerte zwei Tage. Und obwohl auf der Einladung wieder ausdrücklich stand, dass zur Prüfung eingereichtes Brot vom Vortag sein muss, und am ersten Tag überwiegend frische Semmeln bzw. Weißbrot geprüft werden, hatte Andreas Rott zum Schluss besonders viel zu tun. Da wurden sogar noch frische Brote angeliefert.
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