Bayern

Brotfest nach dem Brottest

Journalisten bei der Brotprüfung in Augsburg


Augsburg (ke). Aus insgesamt 116 verschiedenen Backwaren, darunter allein 102 Brotsorten konnten die Tageszeitungsjournalisten der Fuggerstadt kürzlich ihre Lieblingssorte herausfinden. Anlass war die diesjährige Brotprüfung, zu der die Innung Augsburg die Presse in Bäckerhaus an der Schaezlerstraße einladen hatte. Im renovierten Rokokosaal erhielten die Journalisten einen eindrucksvollen Überblick über die Leistungsfähigkeit ihrer heimischen Bäckermeister. Da lagen die unterschiedlichsten Brote aus 17 regionalen Handwerksbetrieben aus. So mancher Pressevertreter erkannte sein Lieblingsbrot und seinen Bäcker wieder. Damit die Brotproben allen richtig mundeten, sorgten Obermeister Ludwig Schuster und sein Stellvertreter Wolfgang Kleinert für Butter und Wein.

Noch bis kurz vor der Pressekonferenz bewertete Brotprüfer Andreas Rott die Qualität der angelieferten Backwaren und beriet die hinzu gekommenen Bäcker in Zweifelsfragen. Schließlich vergab er fürs Brot neben 32mal „sehr gut“, 53mal „gut“ und 15mal „zufriedenstellend“ auch 2mal „verbesserungsbedürftig“. Bei den von 9 Betrieben angelieferten Brötchen erreichten 4 „sehr gut“, 6 „gut“ und 3 „zufrieden stellend“, eine Semmel war verbesserungsbedürftig. Für die Prüfungsteilnehmer sind die Vergabepunkte immer noch etwas gewöhnungsbedürftig. Denn wenn statt der 5 in allen fünf Kategorien insgesamt nur eine 4,95 herauskommt, gibt es schon kein „sehr gut“ mehr. Dabei muss der Prüfer allein bei der Form 27 verschiedene Kriterien kontrollieren. Bei Oberfläche/Krusteneigenschaften weist die Prüfliste 18, bei Lochung/Krumenbildung 22, bei Struktur/Elastizität 15 und bei Geruch/Geschmack 24 mögliche Fehler aus. Bei der Form gab es insgesamt nur ein einziges Mal einen Kritikpunkt. Bei Geruch und Geschmack fielen 5 Brote als „wenig aromatisch“ auf. Auch waren relativ viele feste Teige dabei.

Die Augsburger Bäcker lieferten alle denkbaren Brotvarianten an. Im Trend liegen allerdings helle, mediterrane Gebäcke. Sie sind nicht nur zur Sommerzeit als Salatbeilage beliebt, sondern befinden sich das ganze Jahr über im Angebot der Handwerksbäcker: Buttermilch-, Napolibrot, Elsässer Baguette, Französisches Weißbrot oder Buttertoast. Die Prüfung dauerte zwei Tage. Und obwohl auf der Einladung wieder ausdrücklich stand, dass zur Prüfung eingereichtes Brot vom Vortag sein muss, und am ersten Tag überwiegend frische Semmeln bzw. Weißbrot geprüft werden, hatte Andreas Rott zum Schluss besonders viel zu tun. Da wurden sogar noch frische Brote angeliefert.


Artikel vom 30.06.2005
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Regional vom 30.06.2005:

Die hohe Ansprüche der Verbraucher bedienen
Der Beitrag wird gesenkt
Eine Persönlichkeit mit Kompetenz und Contenance
10 Jahre Albkorn – eine Erfolgsstory
IKK-Beitragssatz beträgt 13,6 %
Mädchen sind willkommen
Käsesahnetorte mit Himbeeren
Forum Geschmacksmuster
Kosten für Strom und Abwasser senken
Hungerlöhne bei Thüringer Bäckern?

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Regional


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!