Baden & Württemberg

Brot und Spiele mit Politprominenz

Der „Kurpfälzer Brotmarkt” der Innung Mosbach war ein voller Erfolg


Mosbach (ck). „Willkommen zum großen Kurpfälzer Brotmarkt” war beim Kauf von Brot- und Backwaren auf den Verpackungstüten in den Bäckereien der Mosbacher Bäckerinnung zu lesen. Auch in diesem Jahr stellten die Mosbacher Innung auf dem Wochenmarkt in Mosbach eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich mit handwerklichem Können, Kreativität und Qualität von industrieller Produktion und Discountbäckereien absetzen. Das Angebot der Bäcker “Machen Sie mit - spielen sie mit” wurde von sehr vielen Marktbesuchern gerne angenommen und stets willkommen waren die vielfältigen Gratisproben. Die jüngeren Besucher umschwärmten das unübersehbare Maskottchen, den riesigen „Bäckerbursch”.

Jede der mitwirkenden Bäckereien präsentierte ein besonderes Highlight: Am Stand der Bäckerei Banschbach aus Aglasterhausen herrschte Backstuben-Atmosphäre. 150 Ciabatta-Fladen, belegt mit Oliven und Schafskäse wanderten direkt aus dem mitgebrachten Backofen über den Tresen. In Windeseile war das Kurpfälzer Brot” – zu dessen Zutaten auch gekochte Kartoffeln gehören – des Dallauer Bäckers Englert ausverkauft. Die Billigheimer Bäckerei Johmann hielt dagegen die Ingredienzen des mit fein gewürzten Grünkernkuchens geheim. Verraten wurde nur, dass zu Gunsten von Grünkernschrot ganz auf Mehl verzichtet wurde. Um das 2,20 Meter lange Riesen-Besenbrot vom Neckarelzer Bäcker Mayer heranzutragen, waren zwei kräftige ausgewachsene Männer nötig. Wie der Name schon besagt, passt das Winzerbrot, ein helles Weizen-Mischbrot exzellent zu einem Weinschoppen. „Regionalismus pur” herrschte am Stand des Mosbacher „Dreschflegels”, wurde doch hier das „Odenwälder Reibekuchenbrot” offeriert. Frühlingsgefühle, schon längst bevor der nächste kalte Winter überstanden ist, weckte Bäcker Frick aus Obrigheim mit seinem Frühlingsbrot, mit Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkernen. Anschaulich präsentierte die in Helmstadt-Flinsbach ansässige Heissmühle den Weg zum Korn zum Brot, während die Kinder Marzipan-Kartoffeln formen durften und die Größeren sich beim Brotschätzspiel testen oder beim Stand der AOK eine Blutfett-Analyse erstellen lassen konnten. Bekanntlich schätzten schon die alten Römer die Verbindung zwischen Brot, Spielen und Politik. Kein Wunder also, dass viele gestandene Politiker sich auf dem Kurpfälzer Brotmarkt ein Stelldichein gaben: Agrarminister Peter Hauk, MdB Kurt Segner, Europaabgeordneter Dr. Thomas Ulmer, MdL Gerd Teßmer u.a.


Artikel vom 03.11.2005
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