Regional

Brot und Gesundheit

Pressekonferenz der Innung Sigmaringen, Kreishandwerkerschaft und AOK / Brotausstellung informiert Verbraucher über Bäckereierzeugnisse


Baden & WürttembergSigmaringen (gt). Zu einer gemeinsamen Pressekonferenz hatten Bäckerinnung, Kreishandwerkerschaft und die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Bodensee-Oberschwaben im Vorfeld der jährlichen Brotprüfung eingeladen, um die Öffentlichkeit über Brot und Gesundheit zu informieren.

Zugleich wurde im Foyer der AOK in Sigmaringen eine Brotausstellung mit Gebäckschau und der ganzen Palette der Backwaren eröffnet, die die Bäcker der Innung Sigmaringen täglich in ihren Betrieben für die Verbraucher produzieren. Die Ausstellung soll einen Monat lang über das Bäckerhandwerk und seine Erzeugnisse informieren.

Mit Blick auf die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Krankenkasse und Bäckerinnung bei der jährlichen Brotprüfung sprach AOK-Geschäftsführer Roland Beierl von einem beachtlichen Event. Ziel der Pressekonferenz sei es, die Verbraucher darüber zu informieren, warum die Innung eine Brotprüfung für ihre Mitglieder durchführe, von der dann die Verbraucher profitieren. Die Brotprüfung werde von einem neutralen Experten durchgeführt und diene der ständigen Qualitätsverbesserung.

Den Vertretern der Medien berichtete Obermeister Julius Neher, dass Brot bei der Ernährung mit an erster Stelle stehe. Dies untermauerte er mit dem Hinweis, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt mehr als 80 Kilogramm Brot und Brötchen im Jahr verzehre. Deutschland stehe damit im europäischen Vergleich an der Spitze und sei zugleich mit seiner Vielfalt von mehr als 300 Sorten Brot und 1200 Sorten Kleingebäck das „Land des Brotes“.

Auf die Frage eines Journalisten, warum Brot so gesund sei, erklärte der Obermeister: „Brot liefert nicht nur Energie, sondern wertvolle Nährstoffe.“ Besonders Vollkornbrote würden Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe des ganzen Getreidekorns enthalten und zu einer gesunden und vollwertigen Ernährung beitragen. Ernährungsberaterin Heike Riester von der AOK betonte ausdrücklich, dass sie aus dem großen Brotangebot die Vollkornprodukte favorisiere. Ihr Tipp an die Verbraucher laute daher: „Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, doch achten Sie darauf, dass es sich bei dem Brot, das Sie kaufen, tatsächlich um Vollkornbrot handelt. Fragen Sie beim Verkäufer nach.“

Der Bäckerinnung Sigmaringen gehören derzeit 21 Betriebe an, von denen sich die Hälfte an der Brotprüfung beteiligt habe. Auch der Konzentrationsprozess im Bäckerhandwerk sei mittlerweile weitgehend beendet. Ausdrücklich betonten Julius Neher und Gerold Rebholz, dass die heimischen Bäcker vor Ort mit eigenen Rezepturen arbeiten und in ihrer Backstube auf Konservierungsstoffe verzichten.

Auf Frische und Qualität setzen

Zur Situation des Bäckerhandwerks räumten die beiden Vertreter der Bäckerinnung ein, dass man unter einem gewissen Preisdruck stehe, dem man jedoch konsequent mit höchster Frische und Qualität entgegen trete. Zur Verordnung aus Brüssel, den Salzgehalt im Brot (2 %) zu reduzieren, gehöre doch die Tatsache, dass damit das Brot nicht mehr dem Anspruch des Verbrauchers entspreche und bei der Laugenbrezel handle es sich gewissermaßen um das Nationalgebäck. Die EU habe diesbezüglich eine Frist von acht Jahren gesetzt. Der stellvertretende Obermeister Gerold Rebholz betonte ausdrücklich: „Seit Generation wird doch bei uns mit Salz gebacken.“


Artikel vom 03.06.2009
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