Bayern

Besuch und Azubi-Leistungen bedenklich

Auf der Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Straubing


Straubing (nik). Mit nur 20 Teilnehmern – darunter nur wenige aktive Bäckermeister – war die Hauptversammlung der Bäckerinnung Straubing so schlecht besucht, wie schon seit Jahren nicht mehr. Obermeister Max Artmeier zeigte sich enttäuscht, ebenso wie von den schlechten Leistungen bei der Gesellenprüfung. Als Erfolge der Innung stellte er die Aktion zum „Tag des Butterbrots“ heraus. Bäko-Niederlassungsleister Claus Simmel kündigte eine Fusion mit der Bäko Oberpfalz an.

In seinem Jahresbericht ging Artmeier im Detail auf die Innungsarbeit ein und erinnerte an Veranstaltungen und Aktionen. So sei der an einer Volksschule durchgeführte „Tag des Butterbrots“ bei den Schülern sehr gut angenommen worden. „Die Kinder waren begeistert und rissen uns die Butterbrote aus den Händen.“ Ein Erfolg sei auch der Auftritt von Fachverein und Innung beim Auszug zum Gäubodenvolksfest gewesen, fuhr der Obermeister fort und dankte allen Kollegen, die dafür die Brezen zum Verteilen an das Publikum gespendet hatten.

„Die Leistungen bei den Gesellenprüfungen lassen sehr zu wünschen übrig“, leitete Max Artmeier auf das Thema Lehrlinge über. Von elf Kandidaten hätten nur vier „mit Ach und Krach bestanden“, verdeutlichte er das Problem und erinnerte daran, dass keiner als Prüfungsbester ausgezeichnet werden konnte. Er schlug vor, künftig für den Prüfungsbesten einen Geldpreis als Motivationsschub auszuloben.

Der Lebensmittel-Überwachungsbeamte Ralf Rademacher zeigte in einem Referat Neuerungen und aktuelle Probleme im Lebensmittelrecht auf. Er informierte eingehend über das neue EU-Hygienepaket mit dem die bisherigen Verordnungen abgelöst wurden. Eingehend machte er deutlich, dass der Betriebsinhaber allein verantwortlich sei, erinnerte an die Dokumentationspflicht und riet dazu, sich nach dem vom Landesinnungsverband herausgegebenen Hygiene-Leitfaden zu richten. Wer sich daran halte, bekomme keine Probleme, betonte er.

Ralf Rademacher ging dann auf das Cumarin-Problem ein, stellte den Grenzwert für Backwaren heraus und erläuterte, falls dieser überschritten werde, müsse das Lebensmittel aus dem Verkehr gezogen werden.

Walter Gossmann, Betriebsberater des Landesinnungsverbands, zeigte in einem Vortrag auf, wie das Backhandwerk in der Werbung mit einfachen Mitteln viel erreichen könne. „Zu viele Bäcker versäumen es, auf die Marktnachfrage richtig einzugehen.“


Artikel vom 14.12.2006
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