Sachsen
Beste Werbung für das Bäckerhandwerk
Öffentliche Brotprüfung der Innung Dresden / Positives Ergebnis der 105 Proben

Prüfer Michael Isensee kostete und schnupperte sich in der Filiale der Dresdner Volksbank durch insgesamt 105 Prüflinge. Foto: Dreilich
Bei ihrer schon traditionellen Brotprüfung setzt die Innung Dresden auf Öffentlichkeit, denn „der Duft des Brotes und der Brötchen und der Anblick der Produkte sind die beste Werbung für unser Handwerk“, betonte Obermeister Hans-Jürgen Matzker. Um bei dieser Werbung ein möglichst zahlreiches Publikum zu haben, führte die Innung ihre Brotprüfung in der Dresdner Volksbank durch.
Thomas Müller, Vorstandssprecher der Bank, outete sich am Rande der Brotprüfung als Fan des Bäckerhandwerks. „Sie nötigen mir mit Ihrer Arbeit Respekt ab“, teilte er Obermeister Matzker mit. „Wir als Bank rechnen die Zinsen auch übers Wochenende ab. Sie dagegen müssen als Bäcker zeitig raus, damit Sie Ihr Geld verdienen.“ Für ihn als bekennenden Brot-esser beginne die gesunde Ernährung bei Brot als optimaler Unterlage. Dass er vor „seiner“ Bäckerei am Samstagmorgen mit schöner Regelmäßigkeit in der Schlange steht, nimmt Müller gern in Kauf. „Das ist für mich ein Stück Lebensqualität.“
Zwei Tage lang untersuchte Lebensmittelprüfer Michael Isensee Brote und Brötchen aus Dresdner Innungsbetrieben, beurteilte Oberfläche, Form und Aussehen, bewertete Kruste und Krume und testete Geschmack und Geruch. Für Brote, die seinen Geschmackssinn mit übermäßig viel Säure traktierten, hatte Isensee ein pH-Messgerät aufgebaut. Als unermüdliche Handreicher standen dem Prüfer die Altmeister Siegfried Heller und Manfred Fischer sowie Meistersfrau Annelies Schade zur Seite.
Angesichts der Vielzahl der eingereichten Brote und Brötchen – insgesamt 105 – hatten Michael Isensee und seine Helfer mehr als reichlich zu tun. Nachdem er sich durch 56 Brote und 49 Brötchen gekostet hatte, vergab er zumeist positive Bewertungen. 27 Brote erhielten das Prädikat „sehr gut“, 15 Brote „gut“. Bei den Brötchen gab es das „sehr gut“ für 19 Kandidaten, 18 weitere erhielten „gut“.
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