Baden & Württemberg

Berufseinstiegsjahr ist vielversprechend

Generalversammlung der Bäckerinnung Baden-Baden/Murgtal/Bühl


Baden-Baden (p). Nicht nur das Handwerk hat goldenen Boden. Auch eine Reihe von Mitgliedern der Bäckerinnung verfügt über das begehrte Edelmetall. Elf Betriebe waren bei der jüngsten Brotprüfung so erfolgreich, dass sie für ihre Produkte die maximale Punktezahl erhielten. In der Jahreshauptversammlung berichtete Innungsobermeister Martin Kern folglich nicht nur über erreichtes und zu erwartendes, sondern durfte auch Urkunden und Medaillen an die erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer vergeben.

Maximale Punktzahlen erreichten die Bäckerei Abele, Gaggenau, Inhaber Gerd Weber; Jürgen Austen, Baden-Baden; Ulrich Bähr, Sinzheim; Oliver Braun, Gaggenau; Eckard Häfele, Gernsbach; Hans-Joachim Hofmann, Bühl-Neusatz; Hans Hornung, Gaggenau-Selbach; Martin Kern, Brühl; Peter’s gute Backstube, Brühl; Martin Pfistner, Gaggenau-Ottenau und Weiler GmbH, Gernsbach. Neben diesen Erfolgen der Innungsmitglieder legte Obermeister Kern auch Bericht über das Tagesgeschäft ab. Von den Gesellenprüfungen über Neujahrsempfang, Obermeister- und Verbandstag, Seniorennachmittag, dem Befassen mit der neuen Ausbildungsverordnung und Sitzungen gilt es auch, der traditionellen Freisprechungsfeier beizuwohnen und zu Jubiläen zu gratulieren, zu denen im vergangenen Jahr das 100-jährige Bestehen der Bäckerei Elmar Seitz im Stadtteil Lichtental gehörte.

Das leichte Minus, mit dem der Haushalt abgeschlossen wurde, erklärte Kern mit schrumpfenden Einnahmen als Konsequenz rückläufiger Mitgliederzahlen. Ebenso wie dieses Ergebnis stimmte die Versammlung dem Haushaltsentwurf für das abgelaufene Geschäftsjahr einstimmig zu.

Die Wiederbestellung von Ullrich Bähr und Rainer Berg zu Kassenprüfern war Formsache. Ebenso die Wiederwahl von Oliver Braun und Ullrich Bähr als Vorsitzende und dessen Stellvertreter im Gesellenprüfungsausschuss der Fachverkäuferinnen, nachdem Jürgen Austen und Helmut Kühn diese Ämter aus beruflichen Gründen niedergelegt hatten. Kommt der neue Schulzweig, den der Leiter der Gewerbeschule Josef Nißl vorstellte, zum Tragen, könnte sich das Arbeitspensum der neuen Amtsinhaber rasch steigern. Gelder sollen in den Haushalt 2008 eingestellt werden, die der Modernisierung und Ausweitung der Backstube sowie der Vergrößerung des Verkaufsraums zufließen sollen. Ein neuer Backofen nebst Froster soll bereits in diesem Jahr angeschafft werden.

Viel verspricht sich Nißl auch von einem neuen Schulzweig namens BEJ, dem Berufseinstiegsjahr, mit dem Hauptschüler auf eine Ausbildung vorbereitet werden sollen. Als gute Möglichkeit, neue Lehrlinge zu finden, bezeichnete der Schulleiter das BEJ, das schon im Herbst an den Start gehen könnte, sofern wenigstens zwölf entsprechende Praktikumsplätze gefunden werden. Diese verpflichten bei individuellen Problemen jedoch nicht zur planmäßigen Beschäftigung für ein ganzes Schuljahr. In Notfällen würden intern Alternativen geboten.


Artikel vom 06.06.2007
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