Regional
Befristeten Kompromiss kritisiert
LIV Bayern nimmt im Bayerischen Fernsehen Stellung zum „Salzstreit“

CSU-Europa-Abgeordneter Markus Ferber (links) im Interview mit Martin Breitkopf vom Bayerischen Fernsehen.
Bayern
München (p). Mit zwei Beiträgen von insgesamt 15 Minuten Länge zur besten Sendezeit hat der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens den von der EU vorgeschlagenen befristeten Kompromiss im Salzstreit zurückgewiesen. „Wir lassen uns von der EU nicht verschaukeln“ kommentierte Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger den Vorschlag der zuständigen EU-Kommissarin Androulla Vassiliou, den maximalen Salzgehalt für Brot, welches mit gesundheitsbezogenen Aussagen beworben wird, für einen befristeten Zeitraum von 6 Jahre auf 1,5 Prozent statt – wie anfangs beabsichtigt – auf 1,0Prozent festzusetzen. LIM Traublinger machte klar, dass es in der Frage des Salzgehalts im Brot für ihn keinen Kompromiss gibt. Er hatte persönlich Anfang der Woche mit Petra Erler, der Kabinettschefin von EG-Kommissions-Vizepräsident Verheugen, telefoniert und sich versichern lassen, dass Brot mit nationaler Kultur zu tun hat und nicht europaweit geregelt werden kann. Auch der Europaabgeordnete und Vorsitzende der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, gab gegenüber Abendschau-Moderator Martin Breitkopf zu, dass der Reichtum an vielfältigen Brotsorten erhalten bleiben muss und er mit aller Leidenschaft dafür kämpfen wird. Diese Meinung vertrat in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens auch die Bayerische Verbraucherzentrale. Auch wenn die befristete Zulassung eines 1,5-prozentigen Salzgehalts als erster Erfolg gesehen werden darf, will sich der bayerische Verband damit noch nicht zufrieden geben. Die Chancen, die geplante Regelung völlig vom Tisch zu bekommen, stehen nicht schlecht. Markus Ferber sagte seine uneingeschränkte Unterstützung zu: „Salz gehört ins Brot rein und das muss dauerhaft erhalten bleiben – und wir werden das auch hinbekommen!“
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