Baden & Württemberg
Backwarenmarkt weiter in Bewegung
Betriebsberater des Badischen Verbandes zur Umsatz-, Ertrags- und Marktentwicklung

Thomas Sell stellte beim Betriebsvergleich die kleinen Handwerksbetriebe als die Gewinner dar. Fotos: Stecher
Was den gesamtdeutschen Markt betrifft, so ist 2004 bei der Einkaufsmenge bei Brot insgesamt ein minus 4 Prozent festzustellen. Bei den Verbrauchsausgaben bedeutet dies ein Minus von 5,03 Prozent (163 Mio. Euro). Dieser Negativtrend hat setzt sich auch 2005 weiter fort, doch die Verluste scheinen geringer zu werden, da Bäckereien auch von anderen Marktteilnehmern gewinnen.
Bei Kleingebäck wurde im Vergleich 1. Quartal 2005 zu 1. Quartal 2004 ein Rückgang in den Bäckereien von 4,11 Prozent ermittelt, wogegen bei süßem Kleingebäck im gleichen Zeitraum trotz deutlichem Mengenanstieg der Gesamtumsatz konstant war, da der Durchschnittspreis gesunken ist. Der Marktanteil Bäckerhandwerk bei Weizenkleingebäck lag 2004 bei 72 Prozent wobei in diesem Jahr in den Bäckereien ein Umsatzrückgang von 4,28 Prozent zu Buche schlug.
Als tendenzielle Entwicklung am Backwarenmarkt ist bei backenden Betrieben ein Umsatzrückgang von 1- 1,5 Prozent in 2004 festzustellen, wobei Shops in LEH, Discount und Baumärkten relativ stabil bis leicht rückläufig sind.
Wege zur Ergebnisverbesserung seien zum einen in der Optimierung der Produktion und in der Optimierung des Versandes und der Verwaltung zu suchen. Auch die Optimierung des Verkaufs durch angepasste – kundenorientierte – Ladenöffnungszeiten, oder die Erhöhung des Preis-Leistungsverhältnisses durch geänderte Gebäckgrößen seien in strategische Überlegungen einzubinden.
Bei der Gegenüberstellung der Betriebsvergleiche des BIV Baden von 1990 bis 2005 mit einem Handelswarenanteil von 25 Prozent zeigte sich, dass Betriebe bis 800.000 Euro Umsatz möglichst in einer Verkaufsstelle im Verhältnis die besten Betriebsergebnisse im Erfassungszeitraum vorweisen können. Je größer die Betriebe, desto größer seien die Probleme, so die allgemeine Erkenntnis. Die kleinen Unternehmen des Bäckerhandwerks werden anscheinend durch ihre Vielseitigkeit und Persönlichkeit letztendlich als kompetente Nahversorger vom Verbraucher doch belohnt.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 21.10.2005:
Aktivist des Mittelstands
Für Regionalgenuss gesorgt
Neuer Bahnrekord durch Klaus Brohm
Tobias Pfaff setzt sich durch
Mit Hoffnung auf ein positives Geschäftsklima
Einige positive Wirtschaftstrends in Sicht
Stephanie Seitz ist Bayerns beste Bäckerin
Erfolg mit „Schülersnacks“
Aktion, die hilft, Vorurteile abzubauen
Herbert Jakobs – 25 Jahre Obermeister

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"