Hessen
Auf Wissen und Kompetenz gesetzt
Meisterfeier HwK Rhein-Main: Bäcker Lemken und Verkaufsleiterin Siebenlist geehrt

Roland Koch und Bernd Ehinger mit Sabine Siebenlist, der besten Verkaufsleiterin im Bäckerhandwerk aus 2005 (von links).
Die Panne des nicht eingeschalteten Mikrofones und die souveräne Behebung dieses Lapsus war Anlass, den neuen Kammerpräsidenten Bernd Ehinger mit mehr als dem üblichen Beifall zu empfangen. Der konnte danach neben den neuen Meistern und ihren Angehörigen zahlreiche Ehrengäste aus Handwerk, Politik, Wirtschaft und Verwaltung willkommen heißen.
Ehinger sagte, die jungen Meister hätten die richtige Entscheidung für ihre berufliche Zukunft getroffen und dabei die ganze Kraft in die eigene Qualifizierung gesteckt. Sie haben auf Wissen und Kompetenz gesetzt, „der Meister ist für Sie die entscheidende Unternehmer-Qualifikation“.
Diese Einstellung müsste auch dem als Festredner anwesenden Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch gefallen, habe er doch von tausend Meistern aus 2005 rund 200 bereitwillige Existenzgründer vor sich. „Das sind keine Gründer, die in staatlich subventionierten Ich-AGs ihr Glück versuchen sondern Jungunternehmer mit einer fundierten Qualifikation.“
Grußworte kamen von Frankfurts OB Petra Roth, ZDH-Präsident Otto Kentzler und Ehren-Präsident Jürgen Heyne. Roth verkündete, dass die Stadt Frankfurt ab sofort den Handwerkern das Parken ihrer Autos in sonst verbotenen Zonen erlaubt, sofern sie einen Auftrag ausführen. Das gelte auch für Betriebe aus dem Umfeld, wenngleich dort die Frankfurter Handwerker bislang keine solche Vergünstigung in Anspruch nehmen können. Kentzler meinte, es sei eine Freude bei den vielen hier anwesenden jungen Leuten weiter in Ausbildung zu investieren.
Heyne bezeichnete die jungen Meister als die Elite des Handwerks. Diese Feier sei zugleich Abschluss intensiven Lernens und Start in die Zukunft. Zum Thema Hochschulzugang, der jetzt mit dem Meisterbrief in Hessen möglich ist, sagte Heyne: „Wir brauchen die intelligenten Praktiker,“ als Zitat des ehemaligen Bundes-Forschungsministers Riesenhuber.
Bei der von Roland Koch gehaltenen Festrede wurde deutlich, dass er sich wohl intensiv mit den positiven Seiten als auch den Sorgen, Nöten und Bedürfnissen des Handwerks befasst hatte. Die Wahl der Paulskirche als Ort der Feier sei Symbol für Freiheit, für die Übernahme von Verantwortung sowie die Aufforderung, das Leben unternehmerisch in die Hand zu nehmen. Die Meisterausbildung sei nach wie vor etwas Besonderes.
Meister sein bedeute, auf die eigene Kraft und Qualifikation zu vertrauen und den Mut zu haben, beides als Schlüssel zum Erfolg zu verbinden.
Als beste Verkaufsleiterin mit Abschluss vor der HWK Rhein-Main im Jahre 2005 wurde Daniela Siebenlist den mehr als tausend Gästen in der Paulskirche vorgestellt.
Unter den zehn besten Meistern des Jahres 2005 war Bäckermeister Benedikt Lemken aus Xanten. Er bekam seinen Meisterbrief überreicht, dazu Glückwünsche und Geschenke von Roland Koch sowie Bernd Ehinger.
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