Thüringen
Auf Prävention und Solidarität setzen
Versammlung der Bäckerinnung Gera: „Rückendiagnostik“ hilft Kosten sparen
Gera (p). Zwei Bereiche stellte Obermeister Wolfgang Laudenbach bei einer Versammlung der Innung Gera in den Mittelpunkt. Einerseits die Vorstellung von präventiven Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Rückens, und auf der anderen Seite hielt er einen grundsätzlichen Appell an das Gewissen der Kollegen, sich untereinander loyal zu verhalten.
Im Rahmen des medizinischen Dienstes biete die BGN ihren Mitgliedern eine kostenfreie „Mobile Rückendiagnostik“ vor Ort in den Betrieben an.
Dr. Petra Pluntke vom Kompetenzzentrum Gera der BGN ging näher auf das Problem Rückenschmerzen ein. Nach ihren Angaben haben 50 Prozent aller Menschen gelegentlich und 30 Prozent chronische Rückenschmerzen. Besonders betroffen sei die Altersgruppe von 35 bis 50 Jahren.
Über die jetzt in einem ersten Pilotprojekt angesetzte mobile Wirbelsäulendiagnostik ließen sich weitgehend die Ursachen der Beschwerden ermitteln. Dadurch könnten Maßnahmen und Verhaltensweisen erarbeitet werden die in der Lage sind für Linderung und Verbesserung zu sorgen. Es sollten damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer für das Thema Rücken und rückengerechtes Arbeiten sensibilisiert werden. Gestärkt werde die Gesundheitskompetenz aller Beteiligten, es werde Motivation zu richtiger Bewegung erzeugt und so die gesundheitsschädigenden Einflüsse verringert. Nicht zuletzt werde auf diese Weise eine Senkung der Ausfallzeiten erreicht.
Vorzugehen sei wie folgt: Beim Kompetenzzentrum sollte das Untersuchungsmobil angefordert werden um wenigstens zwei Personen je Betrieb und maximal acht Personen je Tag zu untersuchen. Alle Messergebnisse werden schriftlich festgehalten und besprochen. Daraus werden Empfehlungen und Ratschläge definiert. Alle Betriebe, die dem Branchen-Modell der BGN angehören, also besonders kleine und mittelgroße, erhalten die mobile Rückendiagnostik völlig kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Aus der Versammlung meldete sich Meister Michael Möbius, der bereits an einer solchen Diagnose teilgenommen hatte. Er wusste nur Positives zu berichten und würdigte auch die absolute Kostenfreiheit.
„Der direkte Wettbewerber ist nicht der Kollege aus der Branche,“ betonte OM Laudenbach in seinem Vortrag. Er appellierte an Zusammenhalt und Geschlossenheit. „Wie bei der damaligen Neugründung des Landesinnungs-Verbandes der Bäcker in Thüringen festgehalten, sollen Kollegialität und Freundschaft vor Wettbewerb stehen,“ erinnerte er an die hohen moralischen Werte, die nicht abbröckeln und die keiner sich öffnenden Schere zum Opfer fallen dürften. Überall dort, wo versucht werde im Bäckerhandwerk mit Dumpingpreisen zu agieren, stelle sich nach einiger Zeit die Frage: „Wie lange noch kann die Existenzfähigkeit gewahrt bleiben?“ wenn man dazu hören müsse dass bis zu zwei Monaten Lohnrückstände nur schleppend bis kaum aufgeholt werden könnten. „Die, die es betrifft, sollten schnell den Stift in die Hand nehmen und genau rechnen.“
Weitere Nachrichten aus Regional vom 25.10.2007:
Azubifilialen Teil des Ausbildungskonzepts
„Dresdner Stollen“ auch für Diabetiker?
Verbundazubis im Visier
Einer der schönsten Brotmärkte im Land
Jetzt gilt es, die Chancen zu nutzen
Hervorragende Brotqualität
Ständig am Image arbeiten
Bäcker backen beste Brote
Kostensteigerung: Neue Kalkulation nötig
300 Jahre im Zeichen des Erfolgs


RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"