Nordrhein-Westfalen

Auch Bäcker unter den Besten geehrt

Bäckerinnung Soest-Lippstadt: Freisprechungsfeier für alle Gewerke in der Stadthalle


Soest (rh). Hoch erfreut zeigte sich die Bäckerinnung Soest-Lippstadt über das diesjährige Ergebnis der Sommerprüfungen. So hatte sich der Nachwuchs in Backstuben und Verkauf als erstklassig herausgestellt, als es um den Notendurchschnitt ging. Dies schlug sich auch bei der Ehrung der Bestprüflinge im Rahmen der Freisprechungsfeier in der Stadthalle nieder. Dabei ging der Ehrenpreis der Signal-Iduna Versicherung, eine Heißluftballonfahrt, an die Bäckerin Stephanie Humpert (Ausbildungsbetrieb Humpert, Werl), eine Ehrenurkunde an den Bäckergesellen Marco Lammers (Schade, Anröchte) und eine weitere an die Fachverkäuferin Bianca Schmechta (Nordgerling, Rheda-Wiedenbrück).

Von den insgesamt 202 Prüflingen wurden 12 Bäcker(innen) und 5 Fachverkäuferinnen im Rahmen einer großen Feier in der Stadthalle Soest freigesprochen. Kreishandwerksmeister Johannes Mester hob in seiner Begrüßung hervor, dass das Handwerk im Kreis Soest jährlich 900 neue Auszubildende braucht. Nur so könne ein kontinuierliches Bestehen der Betriebe dauerhaft gewährleistet werden. Mit einer Ausbildungsquote von zehn Prozent, so der Kreishandwerksmeister, bilde man doppelt so viel Lehrlinge pro Betrieb aus als der Durchschnitt der übrigen Wirtschaft. Man verstehe es auch weiterhin als Pflicht, Jugendlichen durch Ausbildungsplätze eine Chance für den beruflichen Einstieg und eine Perspektive zu geben.

Der Bürgermeister der Stadt Soest, Dr. Eckhard Ruthemeyer, lobte das Handwerk für die Ausbildungsleistung. Den frisch gebackenen Gesellen machte er ebenfalls Mut. Mit dem Gesellenzeugnis habe man die schriftliche Bescheinigung von Fleiß und Durchhaltevermögen, Können und Wissen in der Tasche. Dies sei ein Grund stolz auf das Erreichte zu sein. „Nutzen Sie das Potenzial, das in Ihnen steckt und schaffen Sie aus dem bisher erreichten Ihr persönliches Lebensglück!“, rief er den Jugendlichen zu. Es gelte, auch optimistisch zu sein und sich nicht von der schlechten Stimmung anstecken zu lassen, die bisweilen zu spüren sei. Nun gelte es, den erworbenen Schlüssel in die Hand zu nehmen und die Tür zur Zukunft selbst aufzuschließen. Sein Dank galt auch den Ausbildern: „Das Handwerk vermittelt ein Stück individuelles Lebensgefühl für alle, die damit zu tun haben.“

Studiendirektor Franz Kremer vom Lippe-Berufskolleg Lippstadt blickte in die Zukunft. „Nach dem Abschluss der Lehre gibt es viele Möglichkeiten, sich in Schule und Wirtschaft weiter zu entwickeln. Auch das weitere Lernen sei ein stetiges Angebot für alle, die ihre Karriere jetzt so richtig starten wollen. Hierzu hatte er einige Regeln parat. Es gelte, Interesse zu zeigen, ohne taktische Tricks. Weiterhin öffne ein freundliches Lächeln stets viele Türen.

Die Bäckerin Stephanie Humpert sprach den Dank der Gesellen an die Ausbilder aus. „Für viele waren vor allem die ersten Monate der Ausbildung schwer“, blickte sie zurück. Jedoch habe man vieles gelernt, was vorher noch völlig unbekannt gewesen sei. Dazu gehöre für viele auch, im Team der Kollegen die eigene Persönlichkeit entfalten zu lernen.


Artikel vom 25.08.2005
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