Hessen
Attraktive Aktionen geplant
Die Bäckerinnung Fulda geht in die Offensive

Auf der Versammlung in Fulda (von links): Ehren-OM Bernd Faulstich, OM Joachim Michel und stellv. KH-Geschäftsführer Dietmar Weidenbörner. Foto: dt-press
Mit diesen Worten begann der Rückblick im Verlauf der Versammlung der Bäckerinnung Fulda. Solche Aktivitäten, betonte OM Michel, seien sehr wohl dafür geeignet, das Bäckerhandwerk in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Dazu habe die Übergabe der aus der Aktion resultierenden Spende an die Franziskaner für weiteres Aufsehen gesorgt. Weiter haben die lokalen und regionalen Medien großes Interesse an der Brot- und Brötchen-Prüfung gezeigt und ausführlich berichtet. Es sei zu überlegen, bei der nächsten Veranstaltung mittels eines Inserates in den lokalen und regionalen Tages- und Wochenzeitungen die Betriebe mit Namen und Adressen zu nennen, die sich an der Brotprüfung beteiligten.
In Schulen und begleitet von Workshops waren in der Region Fulda „Tage des Handwerks“ mit großer Beteiligung durchgeführt worden. Im Fazit dazu meinte der Obermeister: „Das war besser als schwache Berufsberatung in der Agentur für Arbeit.“ Er ergänzte noch, es müsse „gewissen Leuten und in gewissen Kreisen deutlich gemacht werden, dass Bäcker kein Beruf für schwache und geistig minder bemittelte Menschen ist.“
Deutlich warnte Michel noch davor, fremde Transportkörbe zu verwenden. Die Besitzer würden neuerdings Strafanzeigen erstatten, wenn sie ihre Körbe in fremden Bäckereien vorfänden.
Zum Vortrag des Etats 2007 fügte OM Michel die Anmerkung an, die Mitgliedsbeiträge könnten vielleicht schon bald zum Problem werden. Weil Vorbeugen besser als Jammern sei, sollte bald damit begonnen werden, Strukturen zu ändern. Zu diesem Punkt meinte Dietmar Weidenbörner von der Kreishandwerkerschaft, es müsse daran gearbeitet werden, die Gebühren für die Lehrabschlussprüfungen bei Innungsmitgliedern und -Nichtmitgliedern weiter auseinander zu halten, um eine Mitgliedschaft attraktiver zu machen.
Für das Jahr 2007 stellte OM Michel einen ganzen Katalog von Aktionen und Maßnahmen vor. Damit solle einerseits das Image der Bäcker in der Öffentlichkeit weiter gestärkt und auf der anderen Seite auch das Handwerkliche in den Vordergrund geschoben werden. Erneut könne die Aktion Erdbeerkuchen, diesmal mit einem anderen Spenden-Empfänger durchgeführt werden. Ein Brotmarkt, vielleicht auch mit den Fleischern zusammen, sei in Erwägung zu ziehen. Eine Aktion zur Fortbildung für Gesellen und andere ausgelernte Kräfte sollte in Angriff genommen werden, bei der traditionelle Herstellungsweisen das handwerkliche Image verbessern soll.
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