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Am Image muss noch gearbeitet werden

Bäckerinnung München hat Qualitätssiegel für „Premiumbäcker“-Standard im Visier


BayernMünchen (ke). Den bayerischen Bäckereiunternehmen geht es gut – trotz weltweiter Wirtschaftskrise. Das hob Obermeister Heinz Hoffmann anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung hervor, bevor er vor kommenden Problemen warnte und auf die aktuellen berufspolitischen Aktivitäten verwies, die dem entgegen wirken sollen. Die Münchner Innung konnte im vergangenen Jahr ihren Mitgliederstand mit 75 Bäckereien konstant halten. Zur Frühjahrsversammlung der Bäcker-Innung München begrüßte Obermeister Heinz Hoffmann im Innungssaal zahlreiche Bäckermeister und Meisterinnen, die sich über die Aktivitäten ihres Verbandes informieren wollten. Nach einem guten letzten Jahr hat das Bäckerhandwerk als wohnortnaher Produzent und Versorger im wichtigen Markt für Grundnahrungsmittel weiterhin eine gute Marktperspektive.

Sorge macht dem Obermeister allerdings der massive Preiskampf von Discountern und Supermärkten. Das größte Problem der backenden Handwerksbetriebe sieht Hoffmann im schlechten Image des Berufsstandes. Noch immer herrsche in der Öffentlichkeit der Eindruck, der Beruf des Bäckers sei unattraktiv. Der wichtigste Faktor für eine gedeihliche Zukunft des Bäckerhandwerks sei jedoch ein positives Image. Und gerade hier gebe es einen sehr großen Nachholbedarf. Entscheidend sei: „Die schmeckbare Qualität muss im Mittelpunkt der Unterscheidung zwischen Bäckerhandwerk und den Konkurrenten stehen.“ Doch „wenn wir die gleichen Industrieteiglinge aufbacken wie die Billiganbieter – nur das Ganze wegen unserer höheren Personalkosten teurer anbieten – ist das dem Qualitätsgedanken sehr abträglich.“

Unterscheiden muss sich auch der Verkauf: Verkäuferinnen müssen fachkundig, freundlich und gepflegt sein. Die Münchner Innung habe im letzten Jahr angeboten, dass Hauptgeschäft ihrer Mitglieder kostenfrei von einer Unternehmensberatung durch einen anonymen Einkauf bewertet zu lassen. Kosten entstünden erst bei der Prüfung von Filialen. Doch nur 18 Betriebe mit insgesamt 57 Filialen haben sich getraut, die anonymen Tester reinzulassen. Vielleicht, weil die Unternehmer wissen, wo ihre Schwächen liegen? Der Vorstand überlege nun, einen sogenannten „Premiumbäcker“-Standard einzuführen und dafür ein Qualitätssiegel zu vergeben, das nur ein Jahr gültig ist. Hoffmann bat die Mitglieder, sich an der Ideenfindung zu beteiligen.


Artikel vom 17.06.2009
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