Sachsen

Alexander und Annett sind die Jahrgangsbesten

Landeswettbewerb der sächsischen Bäckerjugend mit guter Beteiligung und guten Leistungen / Gewinner fahren zur Sachsenback


Dresden (ps). 18 junge Gesellen und Bäckerei-Fachverkäuferinnen aus den Kammerbezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig fanden sich an der Sächsischen Bäckerfachschule Dresden-Helmsdorf zum Leistungswettbewerb der Bäckerjugend Sachsens ein. Nach einem fast sechsstündigen Wettkampf haben sich Jung-Geselle Alexander Schellenberger und Verkäuferin Annett Engel als beste Fachkräfte des Jahrgangs 2005 durchgesetzt. Die beiden jungen Leute werden die weiß-grünen Landesfarben Sachsens vom 6. bis 8. November beim Bundeswettbewerb an der Bundesfachschule des deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim vertreten.

„Ganz klar, dass der Alexander die beste Arbeit abgeliefert hat. Was der gemacht hat, ist absoluter Wahnsinn!“ Marcel Schmidt aus der Bäckerei Gunter Schwarze in Bennewitz und einer der beiden Vertreter aus dem Kammerbezirk Leipzig anerkannte die Leistungen seines „Konkurrenten“ völlig ohne Neid. So wie er sahen es auch die anderen Jung-Gesellen und vor allem die Mitglieder der Jury, die die Arbeiten der jungen Leute zu begutachten hatten. In diesem Jahr mussten die jungen BäckerInnen im Wettbewerb neben Roggenmischbrot, Semmeln und Flechtgebäck auch einen Deutschen Blätterteig, einen runden Quarkkuchen und eine Anschnitt-Torte herstellen und zum Abschluss der Arbeiten dekorativ präsentieren. Neben der Gebäckqualität inklusive Geschmack wurden übrigens auch die Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz sowie die Endreinigung bewertet.

Nur Alexander Schellenberger, der aus einem Familienbetrieb in Aue stammt und bei Landesobermeister Michael Wippler in Dresden (Bäckerei Wippler GmbH) in die Lehre gegangen war, zeigte sich mit seinen Leistungen nicht ganz zufrieden. „Ich hatte kaum Möglichkeiten, mich intensiv auf den Landeswettbewerb vorzubereiten, denn ich bin seit August wieder Lehrling“, verriet der 20-jährige Sachsenmeister. „Beim erfahrenen Konditormeister Roland Pfützner in Leipzig absolviere ich jetzt noch eine Konditorenlehre, um eines Tages in unserem vor fast 80 Jahren gegründeten Familienbetrieb den Konditoreibereich noch etwas weiter ausbauen zu können. Nach dem Lehrabschluss will ich dann so schnell wie möglich auch die Meisterprüfung angehen.“

Auf den Plätzen des Berufswettbewerbes folgten mit Sven Wieland (Ausbildungsbetrieb Bäckerei Oliver Stach. Jahnsdorf) und Yves Schmidt (Landbäckerei Mario Dietrich. Erlbach) die Sieger aus den Kammerbezirken Chemnitz und Dresden.

Auch bei den Fachverkäuferinnen hieß die Platzierung am Ende: Dresden vor Chemnitz und Leipzig. Hier war Annett Engel (Feinbäckerei Jürgen Werner Dresden) vor Christin Brunner (Feinbäckerei Reinhard Bräunig Ehrenfriedersdorf) und Jeannine Taudte (Hennig’s Bäckerei GmbH Pegau) erfolgreich. Die jungen Damen mussten im Wettbewerb einen Brotkorb gestalten, einen herzhaften Snack mit acht halben Brötchen herzustellen, einen Kuchen einteilen sowie ein Geschenk verpacken. In die Wertung ging auch ein Verkaufsgespräch und das Schreiben eines Plakates ein.

„Unabhängig von der Platzierung war die am Landeswettbewerb für die jungen Leute in jeder Hinsicht ein Gewinn“, betonte der stellvertretende Saxonia-Landesobermeister Roland Ermer bei der Auswertung des Wettbewerb. Bäckermeister Ermer zeichnete die beiden Landessieger aus, die Vertreter der Handwerkskammern aus Chemnitz, Dresden und Leipzig ehrten ihre Kammersieger in den Berufen Bäcker/in sowie Bäckerei-Fachverkäufer/in. Alle Junggesellen und Fachverkäuferinnen erhielten für ihr Engagement eine Teilnahmeurkunde und ein Erinnerungsgeschenk. Die jeweils drei Bestplatzierten bekamen zudem auch eine Einladung zur Fachmesse Sachsenback.


Artikel vom 21.10.2005
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