Bayern
Albert Simeth bleibt weiter Obermeister
Versammlung der Bäckerinnung Deggendorf / Leistungen in der Ausbildung kritisiert

Kreishandwerksmeister Franz Xaver Kremhöller mit dem wieder gewählten Vorstand der Bäckerinnung Deggendorf: Helmut Plödereder, Obermeister Albert Simeth, Reinhold Falter, Franz Grausam, Max Meindl, Anton Zacher und Adolf Weber (von links ).
Rund zwei Dutzend Teilnehmer, darunter zehn stimmberechtigte Mitglieder, hatten sich in den Räumen der Kreishandwerkerschaft eingefunden, unter den Gästen auch Ehren-Obermeister Willi Preisinger und Kreishandwerksmeister Franz-Xaver Kremhöller sowie Guido Lachermeier, Fachbreichsleiter an der Berufsschule.
Obermeister Albert Simeth ging zu Beginn seines Berichts auf die allgemeine Wirtschaftlage ein und zeigte sich skeptisch darüber, ob der gegenwärtige Aufschwung auch anhalten wird. Weiter berichtete er über den rückläufigen Organisationsgrad im Bäckerhandwerk und verwies auf die um 698 (20 %) auf 2599 gesunkene Mitgliederzahl im Landesinnungsverband. „Ein Prozess, der nicht aufzuhalten ist“, stellte er fest. Er rief zu mehr Mitarbeit in den Innungen auf und sagte, die Innung bestehe nicht nur aus dem Obermeister und seinen Vorstandsmitgliedern. „Neue Ideen sind immer willkommen“, fügte Albert Simeth hinzu.
Der Obermeister stellte das Prüfungswesen als eine der wichtigsten Aufgaben der Innung heraus und wies darauf hin, damit habe das Handwerk wesentlichen Einfluss auf die Qualität der künftigen Mitarbeiter. Als bedauerlich bezeichnete Simeth die in geradezu erschreckender Weise“ abgesunkenen Prüfungsleistungen. Ebenso sei das Niveau der Meisterprüfungen aufgrund zu geringer Berufserfahrung und mangelnder Reife gesunken. Zwar gebe es genügend Bewerber für die Ausbildungsplätze im Bäckerhandwerk, fuhr Albert Sismeth fort, aber deren Qualität sei größtenteils nicht akzeptabel. Als erfolgreich bezeichnete der Obermeister die Jobmesse in der Lehrbackstube der Berufsschule Deggendorf im Jahr 2006.
Lehrlingswart Franz Grausam berichtete über die letzten Prüfungen, wies auf teilweise mangelhaftes Können und geringe Kenntnisse hin. Mit der Durchschnittsnote 4,4 lasse das Ergebnis der Gesellenprüfung sehr zu wünschen übrig. Er stellte fest: „Die Betriebe sind auch schuld daran, dass wir keinen guten Nachwuchs bekommen.“ Weiter informierte der Lehrlingswart über die Anforderungen der neuen Prüfungsordnung.
Claus Simmel, Leiter der Bäko-Niederlassung Straubing, berichtete über gestiegene Umsätze und wies darauf hin, der Bäko-Standort Straubing bleibe weiter erhalten und sei sogar ausgebaut worden. Seit Mai 2006 bestehe eine Zusammenarbeit mit der Bäko Oberpfalz in Weiden, die letztlich zu einer Fusion führen könne.
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