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„So gut kann Hilfe schmecken“

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Fachlehrer Joachim Burkart und Verbandsgeschäftsführer Andres Kofler (von links) stellten das „Brot zum Teilen“ vor. Fotos: Wolf+Weitere Fotos (2)
Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Fachlehrer Joachim Burkart und Verbandsgeschäftsführer Andres Kofler (von links) stellten das „Brot zum Teilen“ vor. Fotos: Wolf

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Aktion

Der Landesinnungsverband Württemberg präsentiert „Brot zum Teilen“. Die Aktion birgt gleich mehrfachen Mehrwert.

Baden & Württemberg Vor zwei Jahren haben die Kollegen aus dem Bereich des Landsinnungsverbands Württemberg satt 43.000 Euro gesammelt. Und es ist gut möglich, dass das Ergebnis im Zusammenhang mit der Aktion „Brot zum Teilen“ dieses Jahr getoppt werden kann. „Unser Ziel ist es, diese Summe zu übertreffen“, gibt sich Verbandsgeschäftsführer Andreas Kofler zuversichtlich. Nicht zu unrecht, wie sich auf einer Pressekonferenz gezeigt hat. Bisher haben sich 120 Betriebe mit insgesamt 400 Verkaufsstellen gemeldet, die in den nächsten Wochen das „Brot zum Teilen“ zu Gunsten von „Brot für die Welt“ verkaufen. Denn 30 Cent jedes verkauften Brotes gehen an die Hilfseinrichtung, die in aller Welt Projekte gegen Armut und Hunger unterstützt.

Das Motto dieser gemeinsamen Aktion des Landesinnungsverbands Württemberg, der Evangelischen Landeskirche und des Diakonischen Werkes lautet: „So gut kann Hilfe schmecken“. Was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Denn das Weizenmischbrot mit Leinsaat und Sonnenblumenkernen soll als Qualitätsprodukt nicht nur die Spende schmackhaft machen, sondern auch für die Wertigkeit von Nahrungsmitteln – insbesondere von Backwaren – sensibilisieren.

Die Preisbildung ist den Betrieben überlassen, empfohlen wird eine Vorteig- und Sauerteigführung. Auf Flyern, Plakaten und Banderolen wird die Aktion erklärt und beworben.

Aus praktisch immer aktuellem Anlass soll mit dem „Brot zum Teilen“ auch der verantwortliche Umgang mit den Nahrungsmittelressourcen angemahnt werden. „Es ist erschreckend und moralisch untragbar, dass 40 Prozent der Lebensmittel hierzulande im Müll landen“, kritisiert Oberkirchenrat Dieter Kaufmann. Der Vorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg hat auf der Pressekonferenz die aktuelle Debatte im Zusammenhang mit „Taste the Waste“ aufgegriffen. „Die in den Wohlstandsländern weggeworfenen Lebensmittel würden ausreichen, um die Hungernden in der Welt dreimal zu ernähren“, gab Kaufmann zu bedenken.

Mit dem „Brot zum Teilen“ werde symbolisch, aber auch praktisch die Idee des Teilens umgesetzt. Denn schon die Gestaltung des Brotes verweist darauf, dass man das Brot mit anderen teilen kann – eben als Sinnbild für das weltweite Teilen und für verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln.

Ein weiterer Aspekt für die beteiligten Bäckereien: Nicht nur die Qualität und Herkunft der Produkte, auch die soziale Verantwortung der Unternehmen ist für eine zunehmende Zahl von Verbrauchern ein entscheidendes Argument, wenn es darum geht, wo eingekauft wird.

Auch diesbezüglich können die Bäcker mit „Brot zum Teilen“ punkten. Denn der Spendenerlös kommt einem konkreten Projekt zugute: Es ist das „Garo-Projekt“, das der christlichen Minderheit im Norden von Bangladesh helfen soll, ihr Land weiter kultivieren zu können.


Weiter Informationen:

www.brot-zum-teilen.de

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