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„M 177“ in meisterlicher Mission

Meister und Meistermacher: Die Absolventen des M 177, Schulleiter Arnulf Kleinle (li.) und (v. rechts) Prüfungschef Helmut Wiedemann, Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter und Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann. Foto Fischer+
Meister und Meistermacher: Die Absolventen des M 177, Schulleiter Arnulf Kleinle (li.) und (v. rechts) Prüfungschef Helmut Wiedemann, Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter und Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann. Foto Fischer

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Bayern

Die Akademie des Bäckerhandwerks in Lochham hat knapp zwei Dutzend neue Meister auf den Weg gebracht. Sie haben einen klaren Auftrag.

Gräfelfing Auf diesen Tag haben sie lange hingearbeitet. Fast sechs Monate buken und büffelten sie, ihre Nächte wurden kürzer und kürzer, und die Anspannung stieg: Reicht es für die Prüfung? Es reichte, 22 Mal. 22 Bäcker aus ganz Bayern haben den Meisterkurs „M 177“ in Lochham absolviert. Als sie ihre Zeugnisse dieser Tage erhielten, war die Freude groß.

„Das schönste Erlebnis für mich war, als mir der Schulleiter sagte, dass ich es geschafft habe, verriet Mateusz Smykowski bei der Abschlussfeier in der Akamdie. Der 26-jährige Münchner Jungmeister hat, wie er selber sagt, sehr viel an sich arbeiten müssen, um so weit kommen. „Echt stressig“ fand das Kursprogramm Jakob Plank. Plank, 22, vor zwei Jahren Dritter bei der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend, schloss den Kurs mit der Gesamtnote 1,9 ab. „Wenn ich nicht von Anfang an abends gelernt hätte, wäre es eng geworden“, beschrieb er.

So schwierig der Weg zum Meisterbrief war, der Blick zurück fällt den neuen Führungskräften leicht. „Die Wochen sind schnell vergangen, wir werden uns gerne an die Zeit erinnern“, betonten die beiden Kurssprecher, Dominik Bley und Michael Detter. Was jeder der Absolventen stets erinnern sollte, formulierte Heinz Hoffmann: „Jetzt geht es los, Sie sind Vorbild. Sie müssen den ,Meister’ täglich im Unternehmen leben und ihn nach außen tragen“, sagte der bayerische Landesinnungsmeister. Hoffmann legte den jungen Meistern ans Herz, sich auf die Stärken des Handwerks zu besinnen. „Es gibt bei vielen Verbrauchern eine unübersehbare Sehnsucht nach guter Brotqualität. Geben Sie Ihren Kunden das, was Sie erwarten – dann werden sie es Ihnen auch honorieren“, sagte er. Er riet dem Nachwuchs, sich auch außerhalb des Betriebs für das Bäckerhandwerk einzusetzen. „Engagieren Sie sich ehrenamtlich“, sagte Hoffmann und betonte: „Zeigen Sie weiterhin Gemeinschaftsgeist. Halten Sie Kontakt, zueinander und auch zu uns, Sie sind jetzt Lochhamer.“

Schulleiter Arnulf Kleinle lobte die Absolventen für ihre „Bereitschaft, neue Wege zu gehen“, und ihre Kreativität. „Sie haben gezeigt, dass Sie sich Herausforderungen stellen“, sagte er und appellierte, ihre Einstellung beizubehalten.

Als „sehr anspruchsvoll“ bezeichnete Helmut Wiedmann die Prüfung. Im Schnitt erreichte der Kurs 73 Prozent der möglichen Punkte – das entspricht der Note Befriedigend –, resümierte der Vorsitzende der Prüfungskommission. Wiedemann wünschte den Absolventen den „richtigen Tatendrang für die Zukunft“.

Wie viel Tatendrang in ihnen steckt, zeigten die Jugmeister besonders mit ihren Gebäckkreationen für die Prüfung. Anna-Lea Lahner (26) aus Landsberg und Claudia Meyer (24) aus Dürrwangen etwa kreierten ein Brotrezept für Allergiker. Ihr „Glutamare“ gibt es in zwei Varianten – für den herzhaften und süßen Aufstrich; künftig wollen es die beiden in den elterlichen Betrieben backen. Doch bevor sie ihre „Mission“ zu Hause antreten, müssen sie noch Theorie lernen: Nach der Meisterprüfung wartet auf den M 177 jetzt die Prüfung zum „Betriebswirt des Handwerks“.

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