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Baden & Württemberg
Jubiläum der Meisterbäckerei Schneckenburger / 200 Mitarbeiter und über 20 Filialen
Tuttlingen (p). Unspektakulär und ohne große Feier begeht das Tuttlinger Familienunternehmen Meisterbäckerei Schneckenburger in diesen Wochen sein großes Jubiläum: Vor 50 Jahren haben Rolf und Erika Schneckenburger mit der Übernahme der Bäckerei Strohm in Tuttlingen den Grundstein für den heutigen Großbetrieb gelegt. Seit 20 Jahren leiten Iris und Thomas Schneckenburger die Bäckerei in zweiter Generation.
Mehr als 200 Mitarbeiter sind mittlerweile für den Familienbetrieb tätig: In Produktion, Backstube, Hauptgeschäft und den bislang 19 Filialen in Tuttlingen und im Umkreis von rund 50 Kilometern. Filialen Nr. 20 bis 22 – alle in Konstanz – folgen in den kommenden Wochen und setzen damit die 50-jährige Erfolgsgeschichte fort. Auch die nächste Generation steht schon in den Startlöchern: Der älteste Sohn Marc hat nach der Ausbildung zum Bäcker den Betriebswirt GA absolviert und beginnt im Anschluss an die Meisterprüfung (Mai 2007) im Herbst mit dem Studium „Master of Business-Administration“ an der Berufsakademie. Erich Schneckenburger hilft als Schüler des Wirtschaftsgymnasiums bereits seit Jahren im Verkauf aus – sein Ziel ist ebenfalls ein betriebswirtschaftliches Studium.
Eines der Erfolgsrezepte, erklärt Geschäftsführerin Iris Schneckenburger, sind die besondere Qualität der Schneckenburger-Produkte: „Wir produzieren alles selbst“, betont sie. Dabei legt der Traditionsbetrieb größten Wert auf sorgfältige, zeitintensive Zubereitung. Als Mitglied im Verband „Slow-Baking“ sind in der Meisterbäckerei Hilfsmittel wie Haltbarmacher und künstliche Triebmittel verpönt. Stattdessen sorgen lange Ruhezeiten bei Vorteigen und Quellstücken, aber auch die eigene Herstellung von Sauerteig für optimales Aroma, Qualität und die „richtige Krume“. Diese Form des naturreinen Backens kostet natürlich Zeit und Raum – zahlt sich aber im Endeffekt aus: „Unsere Produkte zeichnen sich durch ihren besonders guten Geschmack und ihre Frischhaltung aus“, informiert Iris Schneckenburger und ergänzt: „Auch beim Einkauf unserer Rohstoffe steht Qualität an erster Stelle“.
Die Herstellung erfolgt in den riesigen Produktionsräumen im Hauptgebäude in der Föhrenstraße: Im Jahr 1999 wurde der 1600 Quadratmeter große Anbau erstellt, in dem neben der großen Backstube, Konditorei und Versandhalle das „Herzstück“ des Betriebs seinen Platz erhalten hat: der Thermo-Öl-Hochleistungsbackofen mit 72 Quadratmetern Backfläche. Auf sechs Etagen wird hier — fast — alles gebacken: Nur die bekannten Schneckenburger Brezeln, Laugenstängle, Upschis sowie das spezielle Abendbrot kommen in den Filialen laufend frisch aus dem Backofen. Aber auch dafür liefert der Tuttlinger Mutterbetrieb die Teiglinge: 45 Mitarbeiter sind hier in Bäckerei, Konditorei, Snack-Bereich und Versand im Einsatz. Mit dem hauseigenen Fuhrpark kommen die frischen Produkte in die Filialen: Von Bisingen, Balingen, Villingen-Schwenningen, Immendingen, Spaichingen, Seitingen-Oberflacht, Fridingen, Tuttlingen bis nach Singen, Konstanz, Überlingen und Nussdorf erstreckt sich das Schneckenburger-Gebiet.
Die Chronik des Familienbetriebs liest sich wie eine Bilderbuch-Erfolgsgeschichte: Sie beginnt im Jahr 1956 mit der Übernahme der Tuttlinger Bäckerei Strohm durch Erika und Rolf Schneckenburger. Acht Jahre später kaufen beide den Betrieb. Schon 1968 eröffnen sie die erste Filiale im „Schützen“ in Tuttlingen. Pionier sind sie auch im technischen Bereich durch den Einsatz der ersten Brotschneidemaschine (1970).
Durch die Fusion mit der Bäckerei Held entsteht im Jahr 1976 die Schneckenburger & Held KG. Gleichzeitig mit dem Neubau in der Föhrenstraße wird dort die fünfte Filiale eingeweiht. Im Jahr 1986 scheidet Ernst Held aus, Thomas Schneckenburger wird Geschäftsführer und erwirbt den Geschäftsanteil Helds. 1987 übernimmt Karl Bertsche die Leitung der Backstube, die eine neue EDV-gesteuerte Rezeptverwaltung und Zutatenverwiegung erhält. Der Betrieb heißt nun Meisterbäckerei Schneckenburger. Es erfolgen die Eröffnung weiterer Filialen, 1990 sogar der Kombiladen „die Zwei am Eck“, Metzger und Bäcker, Fortsetzungen folgen.
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