Anzeige
Bayern
Seit 60 Jahren ist die Bäckerei Hurler am Markt aktiv – mit Erfolg, wie auch der Staatsehrenpreis dokumentiert.
Bayern „D’r Hurlerbeck war dau“, freuten sich die Kinder einer fünfköpfigen Familie in Günzburg vor 60 Jahren, wenn drei duftende „Laib“ Brot zum Küchenfenster herein lachten. Neben dem Brot lag ein kleines Büchlein auf dem Fenstersims, in das Bäckermeister Franz Hurler fein säuberlich eingetragen hatte, was an Brotgeld angefallen war. Der Leinheimer Bäckermeister ließ auch dann das tägliche Brot zurück, wenn mal niemand zu Hause war. „Schmecka muass, s’Geld isch et so wichtig“ war seine Devise. Bezahlt wurde meist am Monatsende. Mit Fahrrad und Hänger baute Franz Hurler ein Liefergeschäft mit frischem Brot für die Nachbardörfer auf, das er bald darauf mit einem Lieferwagen erweiterte. An Bord war damals bereits sein Sohn Lothar, heute Seniorchef der Bäckerei Hurler. Dieser fährt auch heute noch zu den Stammkunden, die teilweise seit Generationen auf den „Hurlerbäck“ warten.
Neben dem „täglichen Brot“ hat er inzwischen auch reichhaltig belegte Wurst- und Käsesemmeln oder verschiedene Seelen, sowie Süßes für die Kaffeepause dabei. Mit diesen Spezialitäten erfreut er nicht nur die Privatkunden, sondern auch die Belegschaften von Firmen, Handwerks- und Industriebetrieben. Seit über 30 Jahren wird von der Leinheimer Bäckerei auch eine rollende Filiale, der „Brotshop“ betrieben. Er bietet in 18 Städten und Dörfern des Landkreises frisches Hurler-Brot an, das vergangenes Jahr vom Bayerischen Landwirtschaftminister Helmut Brunner mit dem „Staatsehrenpreis für Bayerns beste Bäcker“ ausgezeichnet wurde. „Auf diese Auszeichnung können Sie zu Recht stolz sein. Sie dokumentiert, dass Sie zu den zwanzig besten Bäckereien des Freistaates gehören“, sagte der Minister in seiner Laudatio. „Dieses Lob gebührt vor allem meinem Sohn, dem Bäckermeister Jörg Hurler, der heute zusammen mit seiner Frau Karin unsere Traditionsbäckerei leitet“, meinte Seniorchef Lothar im Gespräch.
Der Kundenanspruch sei auch der eigene Qualitätsanspruch, so der Leitspruch von Jörg Hurler. „Deshalb backen wir auch unser komplettes Brot- und Brötchensortiment ohne industrielle Backmischungen. Ich sage nicht, dass anders produzierte Backwaren schlecht sind. Doch sie sind oftmals mit Zusatzstoffen versehen, die der Endverbraucher in seiner Nahrung nicht haben will“, betont der Leinheimer Bäckermeister, dessen selbst entworfene Rezepturen wegen der Vielfalt der Produkte teilweise zwar den industriellen Backmischungen nachempfunden sind, aber bei der Herstellung auf „Natursauerteig, viel Teigruhe, Teiggefühl und den Verzicht auf Zusatzstoffe“ aufgebaut sind. Aber auch die Hygiene ist wichtiger Bestandteil des Qualitätskonzepts. „Wir haben uns als vorbildlicher Betrieb einen Namen gemacht und durch den Müllerskandal sogar noch Zulauf bekommen“, freut sich Jörg Hurler, dass die Rechnung aufgeht.
