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„Brauchen keinen Pranger oder Balken“

Thomas Zwiener (stehend) vom Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz informiert auf der Versammlung in
Erlangen über die neuesten Entwicklungen in Sachen Hygienepranger.  (Quelle: Buchmann)+
Thomas Zwiener (stehend) vom Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz informiert auf der Versammlung in Erlangen über die neuesten Entwicklungen in Sachen Hygienepranger. (Quelle: Buchmann)

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Erlanger Bäcker loben Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof / Verbrauchertage mit großem Programm

Baden & Württemberg „Gottseidank hat der bayerische Verwaltungsgerichtshof den gestoppt. Wir brauchen auch keine Hygiene-Balken oder Alternativen – höchstens mehr Kontrollen!“ Dies betonte Thomas Zwiener vom Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in der Versammlung der Bäckerinnung Erlangen-Hersbruck. Und sprach damit den „Becken“ aus dem Herzen.

Der oberste Verbraucherschützer teilte mit, OB Dr. Siegfried Balleis habe ihn beauftragt, diese Sicht auch in einem Brief ans Ministerium in München darzulegen. Erlangen sei bestens gerüstet und biete als einzige Stadt neben einer Verbraucher- auch eine Gewerbeberatung an. Wer Probleme mit Eigenkontrollen o. ä. habe, solle diese nutzen.

Für 2014 kündigte Zwiener die EU-weite Allergen-Kennzeichnung auch loser Ware an. Aber auch dann muss wohl nicht auf jedes Hörnchen ein Etikett mit den Inhaltsstoffen: „Es wird nichts Unmögliches verlangt.“

Vor gut 15 Zuhörern im „Haus des Handwerks“ skizzierte er zudem die Neuauflage der Erlanger „Verbraucherberatungstage“ vom 20. bis 22. Juni. Dabei vermitteln rund um den Marktplatz Dutzende Verbände und Innungen die Vorteile regionaler Produkte und Erzeugung. Zur Eröffnung kommt Bayerns Umweltminister Marcel Huber.

Über Chancen und Probleme des Tarifvertrags zur betrieblichen Altersvorsorge im bayerischen Bäckerhandwerk informierten der neue örtliche Ansprechpartner der Münchner Verein Versicherungsgruppe (MV), Andreas Roder, und zwei Kollegen. Mittelfranken-Bezirksdirektor Alexander Kern erklärte, die Signal Iduna sei Träger, der MV helfe vor Ort bei der oft kniffligen Umsetzung. Wenn z. B. ein Arbeitnehmer aus einem anderen Gewerk komme, regelten „Transfer-Abkommen“ zwischen einzelnen Versicherungen den Wechsel.

Lehrlingswart Andreas Böhm äußerte Unverständnis für die neue bayerische Prüfungsordnung. Die sehe eine Bewertung strikt nach Endergebnis vor – wem sein Brot verbrenne, der sei halt durchgefallen. Die Prüfungsgemeinschaft aus Erlangen, Fürth und Neustadt/Aisch lehne das ab und bewerte zugunsten der Azubis weiter auch gute Einzelschritte. Stellv. OM Siegfried Beck (Erlangen) forderte, die Zwischenprüfung zum Teil der Abschlussprüfung aufzuwerten. Dies lehne aber der LIV um Geschäftsführer Dr. Wolfgang Filter ab. Laut KHS-Geschäftsführer Wolfgang Mevenkamp hat sich diese Regelung in anderen Gewerken längst bewährt.

Der Gesetzgeber hat auch weiterhin ein Auge auf Lebensmittel und ihre Produzenten.
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