Bayern

98 Prozent Erfolgsquote

Erstmals eigenständige Freisprechung in Hof


Hof (pf). Neue Wege, aber sehr erfolgreiche Wege, ging die Bäckerinnung Hof mit der Freisprechungsfeier. Erstmals wurde diese eigenständig durchgeführt. Rund 300 Gäste waren das beste Zeichen dafür, dass diese Idee angenommen wurde. Den Grundstein dafür legten allerdings davor die 24 angehenden Bäcker/innen und 29 Fachverkäuferinnen, die die Gesellenprüfung bestanden.

„98 Prozent Erfolgsquote“, freute sich deshalb auch Fachlehrer Dieter Wietzel. Nach dem Zusammenschluss mit der Marktredwitzer Innung und der gemeinsamen Beschulung der gesamten Lehrlinge in Hof, wurde eine Tradition aus Marktredwitz in Hof fortgesetzt und die Bäckerinnung organisierte erstmals die eigene Freisprechungsfeier. Obermeister Harald Friedrich konnte neben den Junghandwerkern und ihren Familienangehörigen auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen.

Der Hofer Bürgermeister Eberhard Siller wies zum Beispiel darauf hin, dass eine gute Ausbildung entscheident für den beruflichen Aufschwung eines jeden sei.

Der Landrat des Landkreises Wunsiedel, Peter Seißer, skizzierte die Lage der Nahrungsmittelhandwerke in der Region: „Den Bevölkerungsrückgang bekommen diese Branche zuerst zu spüren. Hinzu kommen Billiganbieter aus dem benachbarten Tschechien.“ Nur durch Qualität und Qualifikation könne man sich hier behaupten.

Studiendirektorin Edith Franz von der Berufsschule Hof (größte Berufsschule in Bayern) zeigte sich stolz „auf einen Jahrgang mit großem Erfolg“. Die Schule biete gute Ausbildungsmöglichkeiten, die die Schüler genutzt hätten. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit Betrieben und Innung.

Die beiden Prüfungsausschussvorsitzenden Claudia Gebauer und Dieter Popp konnten Anja Fiedler (Bäckerei Fickenscher , Münchberg) und Johannes Bauer (Bäckerei Steinadler, Thiersheim) bei den Bäckern als Prüfungsbeste ehren. Bei den Bäckerei Fachverkäuferinnen waren Carina Vogt (Hofer Stadtbäckerei Laubmann) und Saskia Strößner (Bäckerei Kuhn, Marktleuthen) die besten Prüflinge.

24 Bäcker, darunter zwei junge Frauen, sowie 29 Fachverkäuferinnen erhielten den Gesellenbrief. Doch Fachlehrer Dieter Wietzel wollte es noch einmal wissen. Nach der Zeugnisübergabe durfte jeder noch ein Fachfrage aus einen Hut ziehen und diese beantworten. Als Dank gab es für jeden ein kleines, aber passendes Geschenk.

Geschenke bekamen auch die Lehrkräfte, neben Fachlehrer Dieter Wietzel der Leiter der Nahrungsmittelabteilung, Oberstudienrat Thomas Mehringer.


Artikel vom 06.09.2007
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